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	<title>Veronika Schiller, Autor bei die möwe</title>
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	<description>Kinderschutz hat einen Namen</description>
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	<title>Veronika Schiller, Autor bei die möwe</title>
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		<title>Kinder als Überlebende brauchen schnelle und professionelle Unterstützung</title>
		<link>https://die-moewe.at/kinder-als-ueberlebende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Plötzlich ist alles anders: die Mutter tot, der Vater in Haft. Ein aktueller Frauenmord, bei dem ein 47jähriger seine Expartnerin und Mutter von 4 gemeinsamen Kindern getötet hat, beschäftigt die Öffentlichkeit.  Neben dem Entsetzen über die Brutalität des Verbrechens und die Traurigkeit über den Tod der Frau, müssen die vier Kinder jetzt schnelle und professionelle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Plötzlich ist alles anders: die Mutter tot, der Vater in Haft. Ein aktueller Frauenmord, bei dem ein 47jähriger seine Expartnerin und Mutter von 4 gemeinsamen Kindern getötet hat, beschäftigt die Öffentlichkeit.  Neben dem Entsetzen über die Brutalität des Verbrechens und die Traurigkeit über den Tod der Frau, müssen die vier Kinder jetzt schnelle und professionelle Hilfe erhalten.</p>
<p><strong>Krisenintervention und gute und stabile Entwicklung ermöglichen</strong></p>
<p>Kinder als Hinterbliebene solcher Tötungsdelikte verlieren ihre meist wichtigste Bezugsperson und müssen mit der Tatsache leben lernen, dass der andere Elternteil und somit auch eine wesentliche Identifikationsfigur dieses Verbrechen begangen hat. „Die Kinder erleben gleichzeitig Trauer, Scham, Angst, Hass und Verwirrung“, sagt Hedwig Wölfl, Psychologin und Leiterin der möwe. Mit feinfühliger und schneller Krisenintervention kann am ersten Schock gearbeitet und wieder ein wenig Stabilität hergestellt werden. Danach geht es darum, die widersprüchlichen Gefühle zu entwirren und wieder Grundvertrauen aufzubauen.</p>
<p>Auch haben Kinder als Zeug*innen von Gewalt wie auch als Hinterbliebene das Recht auf Prozessbegleitung, um ihre Opferrechte und Schmerzensgeldansprüche geltend machen zu können.</p>
<p><strong>Trauer von Kindern in eigenem Schock nicht übersehen</strong></p>
<p>Dazu kommt, dass zumeist auch das unmittelbare familiäre Umfeld des Kindes unter Schock steht und es in der eigenen Trauer nicht immer gut gelingt, die Bedürfnisse des Kindes im Blick zu haben. Mit psychologischem Rückhalt und Beistand für die Familie können gute Bedingungen geschaffen werden, in denen die Kinder mit dem Verlust und allen damit in Zusammenhang stehenden Gefühlen umzugehen lernt. Auch Unterbringungen in Krisenzentren oder in einer Krisenpflegefamilie – wenn keine Familie vorhanden ist – sind für Kinder schwer zu begreifen und zu verkraften. Sie fühlen sich in der unvertrauten Umgebung „aus ihrer Welt gerissen“ und können sich unter Umständen nur schwer jemandem anvertrauen. Auch hier kann die Begleitung, zumindest der Helfenden oder der verbleibenden Familienmitglieder durch eine Kinderschutzeinrichtung hilfreich sein.</p>
<p>„Aus Sicht des Kinderschutzes ist wichtig, dass Kinder als Hinterbliebene mit ihren Bedürfnissen weder vergessen werden, noch medial vorgeführt und zusätzlich belastet werden“ fordert Hedwig Wölfl.  Zur Vermeidung solcher Verbrechen ist umfassende Gewaltprävention ab dem Kindergartenalter ein wesentlicher und vor allem der wirksamste Ansatz. Sowohl Kinder und Jugendliche selbst, als auch betroffene und verantwortliche Erwachsene, insbesondere Pädagog*innen brauchen Wissen, an wen man sich bei häuslicher Gewalt wenden kann.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hilfe für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche</strong></p>
<p>die möwe Kinderschutz: <a href="http://www.die-moewe.at">www.die-moewe.at</a></p>
<p>Kinderschutzzentren in Österreich: <a href="http://www.kinderschuetzen.at">www.kinderschuetzen.at</a></p>
<p>Rat auf Draht: <a href="http://www.rataufdraht.at">www.rataufdraht.at</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abschlussbericht SicherWachsen – Inklusiver Kinderschutz in der möwe</title>
		<link>https://die-moewe.at/abschlussbericht-sicherwachsen-inklusiver-kinderschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 12:15:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Ende Februar 2026 ging die dreijährige Laufzeit des Projekts „SicherWachsen“ zu Ende. Mit diesem vom Jubiläumsfonds von Licht ins Dunkel finanzierten Projekt konnte sich die möwe einem Bereich des Kinderschutzes widmen, der in Österreich lange zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat: dem Schutz von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen vor Grenzverletzungen, Übergriffen und Gewalt. Kinder [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit Ende Februar 2026 ging die dreijährige Laufzeit des Projekts „SicherWachsen“ zu Ende. Mit diesem vom Jubiläumsfonds von Licht ins Dunkel finanzierten Projekt konnte sich die möwe einem Bereich des Kinderschutzes widmen, der in Österreich lange zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat: dem Schutz von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen vor Grenzverletzungen, Übergriffen und Gewalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinder mit Behinderung sind besonders vulnerabel</h2>



<p>Kinder mit Behinderung sind in ihrem Alltag einem ungleich höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von Gewalt zu werden, als Kinder ohne Behinderung. Sie sind häufig in hohem Maße auf Erwachsene für Pflege, Mobilität und Kommunikation angewiesen. Gleichzeitig fehlt es ihnen oft an ausreichender Aufklärung über die eigenen Rechte und Grenzen. Zusätzliche Kommunikationsbarrieren, etwa durch das Fehlen Unterstützter Kommunikation (UK), erschweren es, Bedürfnisse oder Übergriffe mitzuteilen. Hinzu kommen gesellschaftliche Stigmatisierung und Tabuisierung, die das Thema weiter verschärfen. Besonders problematisch ist, dass Hinweise und Aussagen von Kindern mit Behinderung häufig nicht ernst genommen werden.&nbsp;Dies bedingt, dass Kinderschutz neu gedacht werden muss, inklusiver gedacht werden muss. Es braucht einen Kinderschutz, der alle Kinder gleichermaßen wahrnimmt, stärkt und schützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schulungen und Workshops für Betroffene </h2>



<p>Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem SicherWachsen-Team in der möwe Akademie, den möwe Kinderschutzzentren und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind neue Wege entstanden um Schutz, Teilhabe und Selbstbestimmung nachhaltig zu fördern.&nbsp;In&nbsp;speziellen Workshops wurden Kinder und Jugendliche mit Behinderung ermutigt, ihre Gefühle und Grenzen wahrzunehmen, „Nein“ zu sagen und sich Hilfe zu holen. Sie wurden über die Kinderrechte informiert und darüber, wie sie auf Verletzungen dieser aufmerksam machen können.&nbsp;Gleichzeitig wurden Eltern, Pädagog*innen und Betreuungspersonen in Schulungen und Seminaren begleitet, eine Kultur des Hinsehens, der Achtsamkeit und des Vertrauens zu etablieren und zu leben. Und es wurden mit unterschiedlichsten Organisationen inklusive Kinderschutzkonzepte erarbeitet, die inhaltlich an die individuellen Gegebenheiten angepasst wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ziel der Bewusstseins- und Verhaltensänderung erfüllt</h2>



<p>SicherWachsen hat nicht nur Strukturen in Organisationen aufgebrochen und verändert, sondern auch Haltungen bei Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Es hat Bewusstsein geschaffen, Vertrauen gestärkt und gezeigt, wie Räume geöffnet werden können, in denen Kinder mit Behinderung sicherer, selbstbewusster und freier aufwachsen können. Es hat Brücken gebaut zwischen denen, die Unterstützung brauchen und denen, die sie anbieten können.</p>



<p>Die möwe bedankt sich sehr herzlich bei dem engagierten Team, das das Projekt in diesen Jahren vorangetrieben hat. Und wir bedanken uns bei Licht ins Dunkel für die Möglichkeit, dieses Projekt durchzuführen. Die Erfahrungen, Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit wurden in einem Abschlussbericht zusammengefasst, der hier zum Download zur Verfügung steht.</p>



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<p></p>
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		<item>
		<title>Save the Date – 30 Jahre Kinderschutzzentrum St. Pölten</title>
		<link>https://die-moewe.at/save-the-date-30-jahre-kinderschutzzentrum-st-poelten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 06:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Kinderschutzzentrum in St. Pölten gibt es seit mittlerweile 30 Jahren. Das feiern wir am Montag, 15. Juni 2026, mit einem Fachtag.Zusätzlich werden wir unseren neuen Standort in der Rennbahnstraße 24 nach Abschluss aller Renovierungsarbeiten feierlich eröffnen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unser Kinderschutzzentrum in St. Pölten gibt es seit mittlerweile 30 Jahren. Das feiern wir am Montag, 15. Juni 2026, mit einem Fachtag.<br>Zusätzlich werden wir unseren neuen Standort in der Rennbahnstraße 24 nach Abschluss aller Renovierungsarbeiten feierlich eröffnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="722" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb-1024x722.jpg" alt="" class="wp-image-8181" style="object-fit:cover" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb-1024x722.jpg 1024w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb-300x211.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb-768x541.jpg 768w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/save-the-date-rgb.jpg 1240w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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		<item>
		<title>4. Benefizkonzert Wiedner Musiksalon zugunsten der möwe</title>
		<link>https://die-moewe.at/benefizkonzert-wiedner-musiksalon-fruehling-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 15:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kammerorchester Wiedner Musik Salon lädt bereits zum 4. Mal zu einem Benefizkonzert zugunsten der möwe ein. Wann &#38; Wo 19. April 2026 um 16.00 UhrFestsaal des Akademischen GymnasiumsBeethovenplatz 1, 1010 Wien Programm Unter der Leitung von Julia Faßbender-Fiegl erwartet die Besucher*innen das folgende Programm: Sopran: Christine Maria Rembeck Eintritt Eintritt gegen eine Spende für den Kinderschutz.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Kammerorchester Wiedner Musik Salon lädt bereits zum 4. Mal zu einem Benefizkonzert zugunsten der möwe<strong> </strong>ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann &amp; Wo</h2>



<p><strong>19. April 2026 um 16.00 Uhr<br></strong>Festsaal des Akademischen Gymnasiums<br>Beethovenplatz 1, 1010 Wien</p>



<h2 class="wp-block-heading">Programm</h2>



<p>Unter der Leitung von Julia Faßbender-Fiegl erwartet die Besucher*innen das folgende Programm:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Henry Purcell</strong><br>Orchestersuite Abdelazar<br>Airs and Songs mit Sopran, Streichern und b.c.</li>



<li><strong>Peter Warlock</strong><br>Capriol Suite für Streichorchester<br>Lieder mit Sopran und Klavier</li>



<li><strong>W. A. Mozart</strong><br>Symphonie Nr. 21 in A-Dur, KV 134</li>
</ul>



<p><strong>Sopran</strong>: Christine Maria Rembeck</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eintritt</h2>



<p>Eintritt gegen eine Spende für den Kinderschutz.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-8143" style="width:800px" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1-1024x683.jpg 1024w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1-300x200.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1-768x512.jpg 768w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/03/benefizkonzert-musiksalon-webseite-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/benefizkonzert-wiedner-musiksalon-fruehling-2026/">4. Benefizkonzert Wiedner Musiksalon zugunsten der möwe</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme &#8211; Altersbeschränkungen für Social Media</title>
		<link>https://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 08:16:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=7888</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einleitung und Positionierung Der Bundesverband der österreichischen Kinderschutzzentren nimmt zum Plan der österreichischen Regierung, ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige einzuführen, aus fachlicher Sicht Stellung. Wir teilen die Sorge der Bundesregierung um die psychosoziale Gesundheit junger Menschen, die aufgrund der erheblichen mit der Nutzung sozialer Medien verbundenen Risiken beeinträchtigt werden kann. Die derzeitige Ausgestaltung der dominanten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/">Stellungnahme &#8211; Altersbeschränkungen für Social Media</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Einleitung und Positionierung</h2>



<p><em>Der Bundesverband der österreichischen Kinderschutzzentren nimmt zum Plan der österreichischen Regierung, ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige einzuführen, aus fachlicher Sicht Stellung.</em></p>



<p>Wir teilen die Sorge der Bundesregierung um die psychosoziale Gesundheit junger Menschen, die aufgrund der erheblichen mit der Nutzung sozialer Medien verbundenen Risiken beeinträchtigt werden kann. Die derzeitige Ausgestaltung der dominanten Social-Media-Plattformen ist nicht auf das Wohl junger Menschen ausgerichtet, sondern folgt wirtschaftlichen Interessen und Geschäftsmodellen, die auf maximale Aufmerksamkeitsbindung, langfristige sozioemotionale Abhängigkeit, kommerzielle Ausbeutung und Datenextraktion abzielen.</p>



<p>Die Folgen reichen von verzerrten Selbstbildern bis hin zu negativen Einflüssen auf Beziehungen, Sozialverhalten und psychische Gesundheit. Algorithmen-gesteuerte Inhalte und digitale Gewalt gefährden die psychische Entwicklung. Aus dieser Analyse folgt: Altersgerechte Schutzmechanismen und gezielte Zugangsbeschränkungen erscheinen notwendig und gerechtfertigt. Kinder brauchen Schutzräume – auch im digitalen Raum.</p>



<p>Gleichzeitig warnen wir vor pauschalen Verboten, da diese ohne flankierende strukturelle Maßnahmen zu kurz greifen und sogar kontraproduktiv wirken können. Es geht um eine sorgfältige Güterabwägung zwischen dem Schutz vor den entwicklungsgefährdenden Auswirkungen von Social Media und Kinderrechten. Kinderschutz im digitalen Raum erfordert daher einen differenzierten, mehrdimensionalen Ansatz, der diese Rechte in Einklang bringt und die Verantwortung dort platziert, wo sie hingehört: bei den Plattformen selbst, der Politik und erwachsenen Bezugspersonen – nicht primär bei Kindern und Jugendlichen.</p>



<p>Der Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren spricht sich daher für folgende Maßnahmen aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gesetzliche Altersgrenze <strong>ab 16 Jahren für Content-Plattformen</strong> (z.  TikTok, Instagram, YouTube) sowie <strong>ab 14 Jahren</strong> <strong>für</strong> <strong>Messenger-Dienste </strong>(z. B. WhatsApp), mit datenschutzkonformer Altersverifikation</li>



<li>Medienbildung ab dem Volksschulalter für Kinder, Eltern und Fachkräfte</li>



<li>Klare rechtliche Rahmenbedingungen basierend auf dem Digital Services Act</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Bestehende rechtliche Regelungen für digitalen Kinderschutz stärker nutzen </h2>



<p>Der digitale Raum ist kein rechtsfreier Raum. Die rechtliche Ausgangslage ist bereits umfassender als oft dargestellt. Viele Plattformen haben in ihren eigenen Nutzungsbedingungen ein Mindestalter für die Nutzung festgelegt, kontrollieren dieses aber nicht. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sieht in Österreich bereits ein Mindestalter von 16 Jahren für die eigenständige Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten vor. Der Digital Services Act (DSA) der EU verpflichtet große Online-Plattformen zu weitreichenden Schutzmaßnahmen für Minderjährige. Folgende Möglichkeiten bietet der DSA, um Plattformanbieter stärker in die Verantwortung zu nehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Implementierung von Altersverifikationssystemen</li>



<li>Verpflichtende Risikoanalysen für große Plattformen in Bezug auf den Schutz Minderjähriger und entsprechenden Kinderschutzrichtlinien angelehnt an internationale Standards für Kinderschutzkonzepte</li>



<li>Transparenzpflichten für sowie Anpassung von Empfehlungsalgorithmen und Inhaltsdarstellungen</li>



<li>Maßnahmen gegen die kommerzielle Nutzung persönlicher Daten von Kindern und Jugendlichen</li>



<li>Verbot personalisierter Werbung für Minderjährige</li>



<li>Verpflichtende Kontaktstellen und Beschwerdemechanismen für betroffene Personen</li>
</ul>



<p>Das zentrale Problem ist nicht das Fehlen rechtlicher Grundlagen, sondern deren mangelnde Um- und Durchsetzung. Die EU-Kommission und nationale Datenschutzbehörden verfügen bereits heute über die Befugnis, bei Verstößen gegen DSA und DSGVO Strafen in Milliardenhöhe zu verhängen. Statt neue nationale Sonderwege zu beschreiten, könnte Österreich seine Ressourcen auf die konsequente Anwendung bestehender Regelungen konzentrieren. Nationale Kinderschutzstrategien sollten sich eng an den europäischen Vorgaben orientieren und diese aktiv mitgestalten. Die geplante EU-Altersverifikations-App, die ab März 2026 getestet werden soll, bietet z. B. einen datenschutzkonformen Ansatz zur Umsetzung bestehender Altersgrenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ambivalenz von Verboten im Kinderschutz: Kinderrechte ernst nehmen</h2>



<p>Als Kinderschutzorganisation sehen wir uns der sorgfältigen Abwägung im Spannungsfeld zwischen Schutz- und Beteiligungsrechten von Kindern verpflichtet. Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert nicht nur Schutzrechte (Schutz vor Gewalt und vor sexueller Ausbeutung), sondern auch Förder- und Beteiligungsrechte (Recht auf Beteiligung, auf Meinungs- und Informationsfreiheit, Zugang zu Medien und Informationen).</p>



<p>Pauschale Verbote bergen die Gefahr, Kinder und Jugendliche von Räumen der sozialen Teilhabe und Information auszuschließen. Für viele junge Menschen sind Social Media zentral für die Vernetzung und den Austausch mit Gleichaltrigen und die Informationsbeschaffung. Besonders für marginalisierte Gruppen, etwa LGBTQIA+-Jugendliche, junge Menschen mit Behinderung oder jene in ländlichen Regionen, können digitale Räume wichtige Schutz- und Vernetzungsräume darstellen. Ein Verbot würde diese Jugendlichen von wichtigen Unterstützungsstrukturen und dem Recht auf Informationsfreiheit abschneiden.</p>



<p>Zudem besteht die Gefahr, dass Verbote Jugendliche in unbegleitete Illegalität drängen. Erfahrungen aus Australien, wo seit Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gilt, zeigen, dass viele Jugendliche Wege finden, Altersbeschränkungen zu umgehen – sei es durch VPN-Nutzung, gefälschte Altersangaben oder die Verwendung von Accounts Erwachsener. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche dann ohne Wissen und Begleitung ihrer Bezugspersonen Social Media nutzen, könnte sich erhöhen. Dabei könnten durch eine pädagogisch begleitete Nutzung wichtige Fähigkeiten wie Medienkompetenz, kritisches Denken und die Fähigkeit zur Selbstregulation in einem sicheren Rahmen erlernt und geübt werden. Verbote alleine vermitteln jedoch noch keine Kompetenzen.</p>



<p>Dennoch haben Jugendschutzgesetze auch bei unvermeidbaren technischen Umgehungsmöglichkeiten ihren Wert: Sie schaffen Klarheit über gesellschaftliche Normen und bieten Orientierung für Kinder, Eltern und Fachkräfte. Eine rechtlich verankerte Altersgrenze stärkt Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung, gibt Pädagog*innen Rückhalt und signalisiert jungen Menschen selbst, dass die Gesellschaft ihre besondere Schutzbedürftigkeit anerkennt. Insofern ist die Einführung klarer Regelungen sinnvoll – vorausgesetzt, sie werden in einen umfassenden Schutzansatz eingebettet und nicht als alleinige Lösung missverstanden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Risiken der frühen und unregulierten Nutzung</h2>



<p>Die Nutzung sozialer Medien unter 16 Jahren ist aus Sicht des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren mit zahlreichen Risiken verbunden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frühzeitiger Konsum kann die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig beeinträchtigen. Dazu gehören Auswirkungen auf Selbstwertgefühl, soziale Kompetenzen und reales Beziehungserleben durch unmittelbare zwischenmenschliche Kontakte. Dies kann zu sozialer Isolation, Gefühle der Vereinsamung und psychischen Problemen führen.</li>



<li>Intensive Social-Media-Nutzung korreliert mit erhöhten Raten von Depressionen und Angststörungen. Auch Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und eine reduzierte Aufmerksamkeitsspanne gehören zu den erwiesenen Risiken einer intensiven Nutzung.</li>



<li>Sexualisierte, stereotype und gewaltverherrlichende Inhalte führen zu einem verzerrten Körperbild und beeinflussen die sexuelle Selbstwahrnehmung. Besonders Instagram wird in Studien mit negativen Auswirkungen auf das Körperbild und die psychische Gesundheit junger Nutzerinnen in Verbindung gebracht.</li>



<li>Junge Menschen sind besonders empfänglich für irreführende Inhalte und extremisierte Sichtweisen. Die Orientierung an verzerrten Realitätsbildern kann das Vertrauen in demokratische und soziale Werte schwächen. Extremistische und ideologisch radikalisierende Inhalte, die oft gewaltverherrlichend sind, können insbesondere für Burschen und junge Männer eine bedeutsame Gefährdung darstellen.</li>



<li>Digitale Gewalt ist weit verbreitet, z. B. Cybermobbing. Besonders Mädchen und junge Frauen erleben häufig Beschämung, Ausgrenzung und psychische Belastungen durch Angriffe im Netz.</li>
</ul>



<p>In einer repräsentativen Umfrage in Österreich (<a href="https://www.saferinternet.at/news-detail/neue-studie-jugendliche-von-sexueller-belaestigung-im-internet-betroffen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saferinternet.at</a>, 2025) gaben 38 % der Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren an, schon einmal sexuelle Belästigung im Internet erlebt zu haben. Die gleiche Anzahl von Jugendlichen wurde schon einmal aufgefordert, Nacktfotos oder -videos von sich zu schicken, 65 % meinen, dass Jugendliche häufig mit solchem Bildmaterial erpresst werden. Fast einem Drittel (28 %) wurden unangenehme sexuelle und intime Fragen gestellt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Gestaltung vieler Plattformen – ihre Toxizität, die von ihrem Geschäftsmodell ausgeht – fördert abhängiges Verhalten. Aktuelle Studien zeigen bedenkliche Entwicklungen: Die WHO-Studie zur Gesundheit von Schulkindern (HBSC 2022) dokumentiert, dass 11 % der europäischen Jugendlichen Anzeichen problematischer Social-Media-Nutzung zeigen, in Deutschland sind es laut DAK-Studie (2024) 25 % der 10- bis 17-Jährigen und 4,7 % gelten als abhängig von Social Media.<br>Suchtverstärkende Design-Mechanismen wie Endless Scroll, manipulative Push-Benachrichtigungen, variable Verstärkung durch Likes und Empfehlungsalgorithmen, die auf Engagement optimiert sind, zielen darauf ab, möglichst viel Aufmerksamkeit zu binden und das Belohnungszentrum im Gehirn zu stimulieren. Diese manipulativen Mechanismen wirken auch auf Erwachsene, aber Kinder und Jugendliche, deren Fähigkeit zur Impulskontrolle und Selbstregulation noch nicht voll entwickelt ist, sind ihnen besonders ausgeliefert.</li>



<li>Die kommerzielle Ausbeutung von Minderjährigen durch Datensammlung, Profiling und personalisierte Werbung wird in der Praxis oft unzureichend unterbunden, obwohl sie durch den DSA verboten ist. Die Intransparenz algorithmischer Systeme verhindert zudem, dass Eltern, Pädagog*innen sowie die Jugendlichen selbst nachvollziehen können, wie Inhalte kuratiert werden und Aufmerksamkeit gesteuert wird.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Technische Machbarkeit und Datenschutzrisiken</h2>



<p>Die technische Umsetzung von Altersbeschränkungen wirft erhebliche datenschutzrechtliche und praktische Fragen auf. Derzeit werden verschiedene Methoden diskutiert: Selbstauskunft (leicht umgehbar), dokumentenbasierte Verifikation über ID Austria (Identitätsdaten werden übermittelt), biometrische Altersschätzung mittels KI (fehleranfällig und diskriminierend) oder Zero-Knowledge-Proofs (datenschutzfreundlich, aber technisch komplex).</p>



<p>Die Grundrechts-NGO epicenter.works, mit der der Bundesverband der Kinderschutzzentren im fachlichen Austausch steht, warnt eindringlich vor den Gefahren identitätsbasierter Altersverifikation. Geschäftsführer Thomas Lohninger formuliert es deutlich: „Sobald eine Altersverifikation an einen Identitätsnachweis gekoppelt ist, ist das anonyme und freie Internet Geschichte.“ Damit würde eine technische Infrastruktur geschaffen, die staatliche Kontrolle über digitale Teilhabe ermöglicht – mit enormen Risiken für Meinungsfreiheit, Datenschutz und Diskriminierung. Eine zukünftige Regierung könnte diese Infrastruktur nutzen, um den Zugang zu Social Media nach Herkunft, Religion oder anderen Kriterien zu steuern.</p>



<p>Auch die bei ID Austria verwendete Architektur birgt Probleme: Jede Altersüberprüfung wäre für das Innenministerium nachvollziehbar, was faktisch eine Protokollierung der Social-Media-Nutzung aller Bürger*innen bedeuten würde. Die australische Variante, bei der Plattformen selbst die Verifikation durchführen, z. B. durch hochgeladene Ausweise oder biometrische Nachweise, führt zur massenhaften Sammlung sensibler Identitätsdaten bei privaten Unternehmen, was zusätzliche Missbrauchsrisiken schafft. Hier ist eine klare Position erforderlich: Datenschutz ist ein Kinderrecht. Maßnahmen, die zum Schutz von Kindern gedacht sind, dürfen nicht ihre Privatsphäre und die aller anderen Bürger*innen fundamental gefährden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfahrungen aus Australien: Zwischen Symbolpolitik und Realität</h2>



<p>Australien hat am 10. Dezember 2025 als erstes Land weltweit ein striktes Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige implementiert. Die ersten Wochen zeigen ein gemischtes Bild. Laut Regierungsangaben wurden 4,7 Millionen Accounts von Kindern und Jugendlichen deaktiviert, gelöscht oder eingeschränkt. Gleichzeitig berichten Medien, dass viele Jugendliche weiterhin Zugang zu Plattformen haben – durch VPN-Nutzung, gefälschte Altersangaben oder die Verwendung der Geräte ihrer Eltern.</p>



<p>Kritisch zu sehen ist auch, dass das australische Verbot nicht klar zwischen verschiedenen Diensten differenziert. Während TikTok, Instagram, Snapchat und Facebook gesperrt sind, bleiben Plattformen wie Roblox, WhatsApp und Messenger zugänglich. Diese Unterscheidung erscheint willkürlich, zumal auch auf den nicht gesperrten Plattformen Risiken wie Cybermobbing oder unangemessene Kontakte bestehen. Empfehlenswert wäre eine technologieneutrale Regelung, die nicht auf konkrete Unternehmen abzielt, sondern auf bestimmte Geschäftspraktiken und -tätigkeiten.</p>



<p>Aus kinderschutzfachlicher Sicht zeigt die australische Erfahrung, dass Verbote allein nicht ausreichen. Sie bieten bestenfalls Symbolpolitik, schaffen aber ohne begleitende Maßnahmen keine tatsächliche Sicherheit für junge Menschen im digitalen Raum. Positiv hervorzuheben ist, dass die Anbieter der Plattformen direkt in die Verantwortung genommen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Empfehlungen: Ein mehrdimensionaler Ansatz für wirksamen Kinderschutz</h2>



<p>Der Bundesverband der österreichischen Kinderschutzzentren empfiehlt einen umfassenden Ansatz, der an verschiedenen Ebenen ansetzt:</p>



<p><strong>Struktureller Kinderschutz bei Plattformen:</strong> Die Verantwortung muss primär bei den Plattformbetreiber*innen liegen. Wir fordern das Verbot suchtverstärkender Design-Mechanismen für Minderjährige, verpflichtende altersgerechte Standardeinstellungen (private Profile, deaktivierte Standortdaten, eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten durch Fremde), die konsequente und durch empfindliche Sanktionen untermauerte Unterbindung personalisierter Werbung für Minderjährige sowie Transparenzpflichten bezüglich algorithmischer Funktionsweisen. Unabhängige Audits durch Datenschutzbehörden und Kinderschutzorganisationen sowie erhebliche Sanktionen bei Verstößen sind unerlässlich.</p>



<p><strong>Datenschutzkonforme Altersverifikation:</strong> Sollten Altersverifikationssysteme eingeführt werden, müssen diese dem Grundsatz der Datenminimierung entsprechen. Die EU-Altersverifikations-App nach dem Zero-Knowledge-Prinzip, die ab März 2026 getestet wird, könnte ein gangbarer Weg sein – sofern sichergestellt ist, dass keine zentralisierte Speicherung von Identitätsdaten erfolgt. Epicenter.works schlägt einen alternativen Ansatz vor: gerätebasierte Altersverifikation durch Betriebssysteme, wobei nur die Altersgruppe, nicht die Identität an Apps weitergegeben wird. Solche Ansätze verdienen weitere Prüfung.</p>



<p><strong>Präventions- und Hilfsangebote:</strong> Der Ausbau von Präventionsprogrammen zu Social-Media-Sucht, Cybermobbing und Körperbildstörungen ist dringend erforderlich. Niederschwellige psychosoziale Unterstützung, etwa über Online-Beratung, muss ausgebaut werden. Früherkennung problematischer Nutzung in Schulen und Jugendeinrichtungen sowie evidenzbasierte Behandlungsangebote für Digitale-Medien-Nutzungsstörungen sind notwendig.</p>



<p><strong>Beteiligung von Kindern und Jugendlichen:</strong> Gemäß Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention müssen Kinder und Jugendliche systematisch in Regulierungsprozesse einbezogen werden. Ihre Perspektiven als Betroffene sind für wirksame Schutzmaßnahmen unverzichtbar. Forschung sollte mit und nicht über Kinder und Jugendliche zu ihren Bedürfnissen und Erfahrungen durchgeführt werden.</p>



<p><strong>Bildung und Befähigung:</strong> Ein effektiver Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum braucht nicht nur gesetzliche Regelungen, sondern auch umfassende Bildungsarbeit. Medienbildung muss integraler Bestandteil der schulischen und außerschulischen Bildungslandschaft sein und darf nicht bei den Kindern und Jugendlichen enden. Besonders wichtig sind folgende Aspekte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kinder und Jugendliche</strong> brauchen altersgerechte und kontinuierliche medienpädagogische Begleitung, die ihnen hilft, digitale Inhalte kritisch zu hinterfragen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und sichere Kommunikationswege zu nutzen sowie Datenschutzbewusstsein zu entwickeln. Peer-Education-Ansätze, bei denen junge Menschen als Multiplikator*innen wirken, haben sich als besonders wirksam erwiesen.</li>



<li><strong>Eltern und Erziehungsberechtigte</strong> benötigen niederschwellige, praxisnahe Informationen und Schulungen, um ihre Kinder im digitalen Alltag kompetent begleiten zu können. Vielen fehlen Wissen, Orientierung und Handlungssicherheit. Daher sollten ihnen leicht zugängliche Beratungsangebote zur Verfügung stehen.</li>



<li><strong>Lehrkräfte und pädagogische Fachpersonen</strong> sind zentrale Bezugspersonen. Sie benötigen strukturell verankerte Fortbildungen und Unterstützungsangebote, um in Schule, Jugendhilfe und Freizeitpädagogik digitale Schutz- und Lernräume mitgestalten zu können.</li>



<li><strong>Multiplikator*innen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich</strong> sollten in der Lage sein, Risiken digitaler Medien zu erkennen, Kinder und Jugendliche zu stärken und Eltern kompetent zu beraten.</li>
</ul>



<p>Medienbildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der sowohl Prävention als auch Intervention umfasst. Sie darf nicht allein auf Technikvermittlung beschränkt sein, sondern muss ethische, soziale und entwicklungspsychologische Fragen mitdenken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispielhafte Maßnahmen für Kinder und Jugendliche:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Workshops ab dem Volksschulalter, in denen spielerisch vermittelt wird, wie Werbung, Fake News und manipulative Inhalte funktionieren (z. B. ein „Detektivspiel“ zum Aufdecken von Desinformation).</li>



<li>Peer-Projekte an Schulen, in denen ältere Schüler: innen jüngeren vermitteln, wie man Privatsphäre schützt, Cybermobbing erkennt und mit Gruppenzwang in sozialen Medien umgeht.</li>



<li>Digitale Klassenregeln (z. B. gemeinsam erarbeitete Umgangsformen in WhatsApp-Gruppen oder bei der Nutzung von Schul-iPads), die das Bewusstsein für Kommunikation, Respekt und Pausen stärken.</li>



<li>Digitale Selbstreflexionstage mit Fragen wie: „Wie fühle ich mich nach 1 Stunde TikTok?“, „Wie wirkt ein perfektes Selfie auf mein Selbstbild?“ – mit Raum für Austausch und Entlastung.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Beispielhafte Maßnahmen für Eltern und Erziehungsberechtigte:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Elternabende oder Elterncafés mit kurzen Inputs von Medienpädagog*innen und viel Raum für Fragen, Unsicherheiten und Alltagssituationen („Was tun, wenn mein Kind nachts am Handy ist?“).</li>



<li>Infokarten oder Kurzvideos in einfacher Sprache, z. B. über „Einstellungen für mehr Sicherheit auf Instagram“, „Wie erkenne ich gefährliche Challenges?“ oder „Was ist ein gesundes Bildschirmverhalten?“</li>



<li>Begleitbroschüren zu Elterngesprächen im Kindergarten oder Schuleingangsphase, um über Medienkonsum ins Gespräch zu kommen.</li>



<li>Angebot einer Mediensprechstunde oder Onlineberatung, wo Eltern individuelle Anliegen besprechen können.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Beispielhafte Maßnahmen für Lehrkräfte und pädagogische Fachpersonen:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verpflichtende Module zur digitalen Resilienz im Rahmen der Lehrer: innen Ausbildung (z. B. zu digitaler Gewalt, Sexting, Cybergrooming).</li>



<li>Pädagogische Tage mit externen Expert: innen zu Themen wie: „Digitale Selbstwirksamkeit fördern“, „Online-Risiken frühzeitig erkennen“ oder „Mit Eltern über digitale Themen ins Gespräch kommen“.</li>



<li>Kooperation mit Schulsozialarbeit oder Jugendservices, um regelmäßig Inputs in den Unterricht zu holen.</li>



<li>Digitale Schutzkonzepte für Schulen und Horte, die klare Handlungsanleitungen für Krisen (z.  Mobbingvideos) und präventive Maßnahmen enthalten</li>
</ul>



<p>Beispielhafte Maßnahmen für Multiplikator: innen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte, z. B. zu: „Digitale Gewalt erkennen und ansprechen“, „Soziale Medien als Risikofaktor in der psychischen Gesundheit“.</li>



<li>Handreichungen für Beratungsgespräche, z. B. Checklisten für psychosoziale Einrichtungen: „Was sollte ich Jugendliche fragen, wenn sie mit Problemen rund ums Internet kommen?“</li>



<li>Kampagnen zur Sensibilisierung in Gesundheitszentren oder auf Jugendplattformen, mit Fokus auf: „Digitale Balance“, „Sicher kommunizieren“ oder „Sich selbst schützen im Netz“.</li>



<li>Netzwerktreffen regionaler Einrichtungen, um Best-Practice-Beispiele auszutauschen und gemeinsam Handlungsstrategien zu entwickeln.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit und Position</h2>



<p>Der Bundesverband der Österreichischen Kinderschutzzentren tritt für eine Gesellschaft ein, in der alle Kinder und Jugendlichen sicher, gesund und in Würde aufwachsen können. Dieser Anspruch gilt auch und gerade im digitalen Raum. Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Schutz, Förderung und Teilhabe – offline wie online.</p>



<p>Die Realität sozialer Medien entspricht diesem Anspruch derzeit nicht. Der Bundesverband der Österreichischen Kinderschutzzentren sieht es daher als seine Verantwortung, auf Risiken hinzuweisen, politische Maßnahmen zu fordern und aktiv zur Bewusstseinsbildung beizutragen. Unsere Haltung ist geprägt von entwicklungspsychologischem Wissen, sozialpädagogischer Praxis und menschenrechtlichen Grundsätzen.</p>



<p>Wirksamer Kinderschutz im digitalen Raum erfordert einen Paradigmenwechsel: Die Verantwortung darf nicht primär auf Kinder, Jugendliche und Eltern abgewälzt werden. Vielmehr müssen die Geschäftsmodelle und Design-Mechanismen der Plattformen so reguliert werden, dass sie das Wohl von Kindern und Jugendlichen priorisieren, nicht die Maximierung von Reichweite und Profit. Begleitend braucht es massive Investitionen in Bildung, Befähigung und Unterstützungsangebote. Nur so kann ein digitales Umfeld geschaffen werden, in dem junge Menschen sicher aufwachsen, ihre Rechte wahrnehmen und sich bestmöglich entfalten können.</p>



<p>Deshalb sprechen wir uns mit Nachdruck für folgende Maßnahmen aus:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unsere Forderungen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien und 14 Jahre für Messenger-Dienste</li>



<li>Verlässliche technische Zugangskontrollen und Altersverifikation</li>



<li>Strenge gesetzliche Vorgaben auf Basis des Digital Services Act</li>



<li>Nachhaltige, lebensweltorientierte Medienbildung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte</li>



<li>Ein gesellschaftlicher Rahmen, der digitale Räume sicher, gerecht und entwicklungsfördernd gestaltet</li>
</ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/">Stellungnahme &#8211; Altersbeschränkungen für Social Media</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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		<title>Dr. Alexander Friedmannpreis für die möwe</title>
		<link>https://die-moewe.at/friedmannpreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 13:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Jahr wurde der&#160;Dr.-Alexander-Friedmann-Preis&#160;(www.friedmann-preis.org/) zum 16. Mal verliehen. Als Mitbegründer des Psychosozialen Zentrums ESRA sowie der Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie im AKH war&#160;Dr. Alexander Friedmann&#160;ein Pionier der psychosozialen Versorgung von schwer traumatisierten Menschen, vor allem von Überlebenden der NS-Verfolgung, ihren Nachkommen und Angehörigen. Am 8. September 2025 erhielt Hedwig Wölfl stellvertretend für die möwe den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieses Jahr wurde der&nbsp;<strong>Dr.-Alexander-Friedmann-Preis</strong>&nbsp;(<a href="http://www.friedmann-preis.org/">www.friedmann-preis.org/</a>) zum 16. Mal verliehen. Als Mitbegründer des Psychosozialen Zentrums ESRA sowie der Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie im AKH war&nbsp;<strong>Dr. Alexander Friedmann</strong>&nbsp;ein Pionier der psychosozialen Versorgung von schwer traumatisierten Menschen, vor allem von Überlebenden der NS-Verfolgung, ihren Nachkommen und Angehörigen.</p>



<p>Am 8. September 2025 erhielt Hedwig Wölfl stellvertretend für die möwe den Preis für das Projekt „Mehrsprachige schulische Präventionsarbeit mit Eltern und Bezugspersonen an Pflichtschulen in Wien“. Weiters wurde die <strong>Frauen- und Familienberatungsstelle TAMAR</strong> mit ihrer „Frauen- und Mädchenberatung für Opfer von Misshandlung und sexualisierter Gewalt“ ausgezeichnet.</p>



<p>Wir bedanken uns sehr herzlich für diese Auszeichnung!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/10/image.jpeg"><img decoding="async" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/10/image-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-6206"/></a></figure>



<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern – Aufklärung ist der wirksamste Schutz</title>
		<link>https://die-moewe.at/sexuelle-gewalt-unter-jugendlichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 11:25:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Österreichischen Kinderschutzzentren verzeichnen seit Jahren eine deutliche Zunahme an Fällen sexueller Gewalt unter Jugendlichen – von Grenzverletzungen bis hin zu schwerwiegenden Übergriffen wie „Date Rape“. Besonders betroffen: Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren. „Sexuelle Gewalt kann nur verhindert werden, wenn Kinder frühzeitig und altersgerecht auf Sexualität vorbereitet werden“, betont Hedwig Wölfl, Stellvertretende [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/sexuelle-gewalt-unter-jugendlichen/">Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern – Aufklärung ist der wirksamste Schutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Österreichischen Kinderschutzzentren verzeichnen seit Jahren eine deutliche Zunahme an Fällen sexueller Gewalt unter Jugendlichen – von Grenzverletzungen bis hin zu schwerwiegenden Übergriffen wie „Date Rape“. Besonders betroffen: Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren.</p>
<p><em>„Sexuelle Gewalt kann nur verhindert werden, wenn Kinder frühzeitig und altersgerecht auf Sexualität vorbereitet werden“,</em> betont Hedwig Wölfl, Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren und Leiterin der Kinderschutzorganisation “die möwe”.</p>
<h2>Falsche Vorbilder &amp; fehlende Aufklärung – eine gefährliche Mischung</h2>
<p>Viele Jugendliche orientieren sich bei ihren ersten intimen Erfahrungen an Bildern aus sozialen Medien oder Pornografie. Diese zeigen oft unrealistische, männlich dominierte und manchmal auch gewaltvolle Vorstellungen von Sexualität – ohne Nähe, Achtsamkeit oder beidseitige Zustimmung.</p>
<p>Jugendliche, die sich stark an diesen Bildern orientieren, achten weniger auf ihre eigenen Wünsche und Grenzen oder die der anderen Person.  So entsteht Sexualität „nach Drehbuch“, nicht nach echtem Bedürfnis.</p>
<h2>Online-Kontakte: Vertrauensfalle mit Risiko</h2>
<p>Jugendliche lernen sich heute häufig über Plattformen wie Instagram, Tinder oder Snapchat kennen. Diese Kontakte fühlen sich oft vertrauter an, als sie wirklich sind. Treffen finden oft an abgelegenen Orten statt – allein, ohne schützende Begleitung. Das Risiko, dass Grenzen überschritten werden, steigt zusätzlich durch Alkohol, Drogen oder KO-Tropfen. Übergriffe bleiben keine Einzelfälle.</p>
<h2>Was Kinder und Jugendliche lernen sollen:</h2>
<ul>
<li>Eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen und benennen</li>
<li>Gefährdungssituationen frühzeitig erkennen</li>
<li>Verabredungen bewusst und sicher gestalten</li>
<li>Sich bei Unsicherheit Hilfe holen</li>
</ul>
<p>Eltern können viel tun, um ihre Kinder auf schöne und einvernehmliche erste sexuelle Erlebnisse vorzubereiten:</p>
<h2>7 Tipps für mehr Sicherheit</h2>
<ol>
<li><strong>Über Sexualität sprechen:</strong> Sexualität ist nur dann okay, wenn sie auf ehrlichen Gefühlen, gegenseitigem Respekt und Zustimmung basiert. Pornografische Bilder und Videos sind oft unrealistisch.</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Achtsamkeit stärken:</strong> Wer sich online oder unterwegs kennenlernt, weiß nicht, wer die andere Person wirklich ist. Treffen sollten immer in geschütztem Raum, idealerweise mit Freund*innen stattfinden.</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Gemeinsam statt allein:</strong> Beim Ausgehen sollten Jugendliche beisammen bleiben und aufeinander achten. Zumindest sollten Vertrauenspersonen Bescheid wissen, wo und mit wem man sich aufhält.</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Erreichbarkeit und Sicherheit:</strong> Ein aufgeladenes Handy und wichtige Telefonnummern, auch auf Papier in der Jackentasche, sollten dabei sein</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Einvernehmlichkeit braucht ein JA</strong>: Körperliche Nähe ist nur dann erlaubt, wenn alle  Beteiligten einverstanden sind und zustimmen. Ein NEIN ist immer ein Nein, auch wenn es mit einem JA begonnen hat. Gewalt hat keinen Platz in einer gesunden Sexualität.</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Gewalt braucht HALT:</strong> Wenn sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe oder Vergewaltigung stattfinden, ist es wichtig dies zu sofort zu stoppen, zu dokumentieren und Hilfe zu holen Im Notfall gilt: sofort eine Notrufnummer (112) wählen.  Bei Verletzungen ist eine rasche ärztliche Untersuchung notwendig. Zu einer Anzeige bei der Polizei begleiten Prozessbegleitungseinrichtungen <a href="http://www.pb-fachstelle.at/">www.pb-fachstelle.at</a> .</li>
</ol>
<ol>
<li><strong>Hilfe finden:</strong> Unterstützung durch Freund*innen und Familie sind wichtig, aber manchmal braucht es professionelle Hilfe, wie die Beratung in einem Kinderschutzzentrum.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wichtige Links &amp; Anlaufstellen</h2>
<ul>
<li><a href="http://kinderschuetzen.at">kinderschuetzen.at</a> – alle Kinderschutzzentren in Österreich</li>
<li><a href="https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/gewalt/ko-tropfen">https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/gewalt/ko-tropfen</a></li>
<li><a href="https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/kotropfen/">https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/kotropfen/</a></li>
<li><a href="https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/zustimmung-zu-sexuellen-handlungen-so-gehts/">https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/zustimmung-zu-sexuellen-handlungen-so-gehts/</a></li>
<li><a href="https://www.jugendportal.at/themen/liebe-sexualitat-geschlecht">https://www.jugendportal.at/themen/liebe-sexualitaet-geschlecht</a></li>
<li><a href="http://saferinternet.at">saferinternet.at</a></li>
<li><a href="https://www.jugendinfo.at/wp-content/uploads/2024/04/Erster-Sex-und-gro%C3%9Fe-Liebe_2024_web.pdf">https://www.jugendinfo.at/wp-content/uploads/2024/04/Erster-Sex-und-gro%C3%9Fe-Liebe_2024_web.pdf</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="https://www.frauenhelpline.at/">https://www.frauenhelpline.at/</a></li>
<li><a href="http://www.pb-fachstelle.at">www.pb-fachstelle.at</a> – Anzeigenberatung, Begleitung im Strafverfahren</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/sexuelle-gewalt-unter-jugendlichen/">Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern – Aufklärung ist der wirksamste Schutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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		<title>Kindstötung und Schütteltrauma: Kinderschutz-Expertinnen fordern Aufklärung, Prävention und verantwortungsvollen Umgang der Medien</title>
		<link>https://die-moewe.at/kindstoetung-und-schuetteltrauma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Schiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=6151</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Österreich wurden laut Statistik Austria im Jahr 2024 drei Kinder unter einem Jahr als Opfer von Mord oder tätlichen Angriffen registriert (insgesamt 9 Kinder unter 14 Jahren). Doch Fachleute gehen auch von einer gewissen Dunkelziffer aus – insbesondere bei Neonatiziden, die manchmal als solche unerkannt bleiben. Anlässlich des Prozesses am 09.09.2025 am Wiener Landesgericht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/kindstoetung-und-schuetteltrauma/">Kindstötung und Schütteltrauma: Kinderschutz-Expertinnen fordern Aufklärung, Prävention und verantwortungsvollen Umgang der Medien</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In Österreich wurden laut Statistik Austria im Jahr 2024 drei Kinder unter einem Jahr als Opfer von Mord oder tätlichen Angriffen registriert (insgesamt 9 Kinder unter 14 Jahren). Doch Fachleute gehen auch von einer gewissen Dunkelziffer aus – insbesondere bei Neonatiziden, die manchmal als solche unerkannt bleiben. Anlässlich des Prozesses am 09.09.2025 am Wiener Landesgericht gegen jene Eltern, denen Mordversuch in Folge eines Schütteltraumas an ihrer damals wenige Wochen alten Tochter vorgeworfen wird, betonen die Expertinnen von die möwe Kinderschutzzentren einmal mehr die Bedeutung von Aufklärung und Prävention. Sie wünschen sich einen sensiblen Umgang der Medien mit diesem Thema.<br>Begriffsdefinitionen und Hintergrundinformationen können hier hilfreich sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Begriffe und Definitionen</h2>



<p>Unter Neonatizid versteht man die Tötung eines Neugeborenen innerhalb der ersten 24 Stunden&nbsp;nach der Geburt, entweder aktiv oder durch Nichtversorgung durch ihre Mütter, wenn sie ihr Kind&nbsp;nach einer verdrängten Schwangerschaft alleine ohne Hilfe zur Welt bringen.&nbsp;Von Infantizid spricht man, wenn ein Kind im ersten Lebensjahr von den Eltern getötet wird.&nbsp;Filizid ist der Begriff für die Tötung eines Kindes über einem Jahr durch die Mutter und/oder den&nbsp;Vater.</p>



<p>Beim Schütteltrauma werden durch heftiges Schütteln Gehirn und Blutgefäße von Babys&nbsp;geschädigt. Zwischen 10 und 30 Prozent der betroffenen Kinder sterben an den Folgen, die&nbsp;meisten Überlebenden behalten lebenslange Schäden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ursachen für Kindstötungen</h2>



<p>Häufige Ursache für Neonatizide sind ein Negieren der Realität der Schwangerschaft und ein Ignorieren der herannahenden Geburt, meist aufgrund schwieriger Lebensumstände und der Angst der Frauen vor der Ablehnung durch nahestehende Personen ihres Umfelds. Fehlende materielle und psychische Bewältigungskräfte sowie fehlendes Vertrauen in die soziale Umwelt in Hinblick auf Unterstützung kommen hinzu. Als Hauptauslöser für Schütteltrauma gelten Überforderung und Kontrollverlust der Eltern bei anhaltendem intensivem Babyschreien. „Viele Tötungen geschehen nicht aus „bösem Willen“, sondern in psychischen Ausnahmesituationen. Verdrängte Schwangerschaften, Überforderung, psychische Erkrankungen oder fehlende soziale Unterstützung sind zentrale Risikofaktoren“, sagt Mag<sup>a</sup> Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin die möwe Kinderschutz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zahlen und Dunkelziffern zu Schütteltraumas</h2>



<p>Kopfverletzungen infolge von Misshandlungen, vor allem das Schütteltrauma, sind die häufigste&nbsp;nicht natürliche Todesursache bei Säuglingen und Kleinkindern. In Deutschland werden jährlich&nbsp;zwischen 100 und 200 Kinder wegen Schütteltraumata in Kliniken behandelt. Fachpersonen&nbsp;gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl weit höher liegt, da viele betroffene Säuglinge und&nbsp;Kleinkinder nicht medizinisch behandelt werden.</p>



<p>Obwohl internationale Studien zeigen, dass die Zahl der Kindstötungen in vielen Ländern rückläufig ist, sterben Säuglinge weiterhin am häufigsten durch Gewalt im engsten familiären Umfeld. Das Risiko, getötet zu werden, sinkt bei Kindern mit dem Alter.</p>



<p>Trotz klarer Misshandlungen als Todesursache ist eine Verurteilung häufig schwierig. „Auch wenn klar ist, dass das Kind durch Misshandlung gestorben ist, ist nicht immer klar, durch wen die Tat begangen wurde“, so Mag<sup>a</sup> Johanna Zimmerl, Leiterin des Kinderschutzzentrums die möwe Wien. Misshandelte Kinder sowie hinterbliebene Geschwisterkinder sind im Rahmen der Prozessbegleitung über die Kinderschutzzentren auch juristisch vertreten, um ihre Rechte und Ansprüche im Verfahren geltend zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Forderungen an Justiz und Gesellschaft</h2>



<p>Priv.-Doz<sup>in</sup> Dr<sup>in</sup> Claudia Klier, ehem. Leitung der pädiatrischen Psychosomatik am AKH Wien, fordert eine Begutachtung von Täterinnen durch Gutachter*innen mit fundierten Kenntnissen von peripartalen Störungen und sehr spezifischen Phänomenen wie der nichtwahrgenommenen Schwangerschaft, Mutter-Kind-Beziehungsstörungen, bei denen die Ablehnung des Kindes zu Gewalt oder Tötungen führen kann, sowie für Neonatizid-Täter*innen eine Weisung zur psychiatrischen Behandlung als Präventivmaßnahme zur Verringerung der Rückfallquote und zur Bewältigung der hohen psychischen Belastung.</p>



<p>Meist lassen sich bei gewalttätigen Eltern in einer diagnostischen Abklärung selbst Traumatisierungen und dissoziative Symptome erheben. „Das Durchbrechen der transgenerationalen Weitergabe von Gewalt ist somit eine wichtige Aufgabe in der psychosozialen Versorgung. Ebenso wichtig ist es, unerwünschte Schwangerschaften zu verhindern“, sagt Klier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schütteltrauma-Prävention und Hilfsangebote</h2>



<p>Österreich hat mit der anonymen Geburt seit 2001 eine Möglichkeit geschaffen, ungewollt Schwangere zu entlasten. Seither sind die polizeilich gemeldeten Neonatizide zurückgegangen. Ergänzend dazu sind Adoptionslösungen wichtige Angebote, die die Gesundheit von Mutter und Kind durch medizinische Betreuung und soziale Beratung sichern sollen.</p>



<p>„Zur Prävention von Schütteltrauma sind Aufklärung und Unterstützung ab der Schwangerschaft entscheidend, damit Eltern und Bezugspersonen in Krisensituationen handlungsfähig bleiben“ betont MMag<sup>a</sup> Birgit Wenty, Zentrale Leitung Frühe Hilfen Wien. Österreichweit verfügbare Angebote wie die Frühen Hilfen leisten dabei einen wesentlichen Beitrag: Sie begleiten belastete Eltern, stärken das soziale Umfeld, fördern die Eltern-Kind-Bindung, vermitteln zu spezialisierten Versorgungsangeboten und schaffen Entlastung – oftmals schon vor der Geburt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolle der Medien</h2>



<p>Wie über Fälle von Gewalt an Kindern und Kindstötung berichtet wird, beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung und den Umgang mit Betroffenen. „Eine konstruktive Berichterstattung kann Stigmatisierung verringern und Familien ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, erklärt Wölfl. Wichtig seien sachliche Sprache, der Verzicht auf reißerische Bilder und Hinweise auf spezifische kindorientierte Hilfsangebote wie Frühe Hilfen, Kinder- und Jugendhilfe und Kinderschutzzentren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Kindstötungen und Schütteltraumata sind ein seltenes, aber hochdramatisches gesellschaftliches Problem. Prävention beginnt bei Aufklärung, frühzeitiger Unterstützung von</p>



<p>Familien und einem offenen Umgang mit Krisen. Angebote wie Frühe Hilfen, anonyme Geburt oder Kinderschutzzentren sind dabei unverzichtbar. Nur durch ein Zusammenspiel von Justiz, Medizin, Prävention, Medien und Gesellschaft lassen sich Kinder wirksam schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Hilfsangebote</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/">die möwe Kinderschutz &#8211; Gewalt an Kindern | Hilfe für Betroffene</a></li>



<li><a href="https://die-moewe.at/fruehehilfen/">Frühe Hilfen</a></li>



<li>Broschüre „Wenn Babys weinen“: <a href="https://fruehehilfen.at/sites/fruehehilfen.at/files/2024-02/WennBabysweinen_NZFHat_deutsch.pdf">https://fruehehilfen.at/sites/fruehehilfen.at/files/2024-02/WennBabysweinen_NZFHat_deutsch.pdf</a></li>



<li>Österreichische Kinderschutzzentren: <a href="http://www.kinderschuetzen.at">www.kinderschuetzen.at</a></li>



<li>Anonyme Geburt: <a href="http://www.anonymegeburt.at">www.anonymegeburt.at</a></li>



<li>Kostenlose Prozessbegleitung: <a href="http://www.pb-fachstelle.at">www.pb-fachstelle.at</a></li>
</ul>



<p>Die regional zuständige Kinder-und Jugendhilfe ist in der nächstgelegenen Bezirksverwaltungsbehörde oder im Magistrat erreichbar.</p>



<p>&nbsp;</p>



<p><em>Bildhinweis: Beitragsbild erstellt mit Hilfe von KI.</em></p>
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