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	<title>Wissen Archive | die möwe</title>
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	<description>Kinderschutz hat einen Namen</description>
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	<title>Wissen Archive | die möwe</title>
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	<item>
		<title>Selbstständig unterwegs &#8211; Sicherer Schulweg</title>
		<link>https://die-moewe.at/selbststaendig-unterwegs-sicherer-schulweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leitfaden für Eltern und Erziehungsberechtigte Ist es zumutbar, den Schulweg alleine zu gehen? Jedes Schuljahr stehen viele Eltern vor der Frage, ob sie ihr Kind selbstständig zur Schule gehen lassen sollen. Ein Kind ein Stück weit in die Selbständigkeit zu entlassen, kann bei Eltern verständlicherweise ein mulmiges Gefühl, Besorgnis oder Unsicherheit auslösen: wie kann ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph" style="text-transform:uppercase">Leitfaden für Eltern und Erziehungsberechtigte</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ist es zumutbar, den Schulweg alleine zu gehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Schuljahr stehen viele Eltern vor der Frage, ob sie ihr Kind selbstständig zur Schule gehen lassen sollen. Ein Kind ein Stück weit in die Selbständigkeit zu entlassen, kann bei Eltern verständlicherweise ein mulmiges Gefühl,  Besorgnis oder Unsicherheit auslösen: wie kann ich das Kind schützen, wenn ich nicht anwesend bin? Wie hoch ist die Gefahr, dass mein Kind in eine unangenehme Situation gerät oder gar Gewalt erfährt?<strong> Rein rechtlich gibt es keine eindeutigen Altersangaben ab wann ein Kind den Schulweg allein gut bewältigt.</strong> Volksschulkinder können jedoch in dem Erfahrungsraum, den der Schulweg bietet, sehr wichtige Kompetenzen erwerben.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft is-resized me-5 mb-3"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicher-selbststaendig-unterwegs-artikel.jpg" alt="Selbstständig unterwegs - sicherer Schulweg" class="wp-image-9607" style="width:500px;height:auto" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicher-selbststaendig-unterwegs-artikel.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicher-selbststaendig-unterwegs-artikel-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicher-selbststaendig-unterwegs-artikel-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die mediale Berichterstattung löst bei Eltern manchmal Angst aus: Was, wenn auch meinem Kind etwas Schreckliches zustößt? Gefühle und Gedanken wie diese sind durchaus nachvollziehbar und es wäre auch nicht ratsam, einen naiven Standpunkt einzunehmen. Allerdings spricht die Statistik klare Worte: <strong>Nur rund 10% von Gewalterlebnissen widerfahren Volksschulkindern durch Fremde oder in einer nicht vertrauten außerhäuslichen Situation</strong>. Übergriffe, körperliche oder sexuelle Gewalt oder auch Entführungen geschehen fast immer innerhalb der Familie oder durch nahestehende und dem Kind vertraute Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trotzdem kann es auf dem Schulweg eine Menge herausfordernder Situationen für das Kind geben</strong>: Übersehen von Gefahrenmomenten (z.B. durch Kopfhörer oder Ablenkung durchs Handy), Mobbing von gleichaltrigen oder älteren Mitschüler*innen, Grenzverletzungen von Erwachsenen (wie z.B. unpassendes Ansprechen) oder Veränderungen des Gewohnten (wie z.B. ein unbekannter Busfahrer) können Kindern die Handlungssicherheit nehmen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Selbstbewusstsein stärken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das kindliche Selbstbewusstsein ist erst im Entstehen und die wiederholte Erfahrung, schwierige Situationen alleine gut gemeistert zu haben, fehlt vielen Kindern noch. <strong>Wichtig ist, dass diese nachvollziehbaren und auch berechtigten Bedenken nicht zu einer Schutz- oder Unsicherheitsspirale im Sinne von Überbehütung führen:</strong> Durch die angenommene Unsicherheit des Kindes, erhöhen die Eltern die Bemühungen das Kind zu schützen. Durch den erhöhten Schutz bekommt das Kind seltener Gelegenheit Kompetenzen aufzubauen und sich selbst als eigenständig zu erleben, was wiederum dessen Unsicherheit erhöht, was die Eltern veranlasst noch mehr Schutz zu bieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine kompetenzfördernde Erziehungshaltung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu versucht eine kompetenzfördernde Erziehungshaltung <strong>dort Unterstützung und Begleitung zu leisten wo nötig und entlässt das Kind in die Autonomie wo möglich</strong>. Dabei ist es wichtig das Kind (und die Eltern) nicht zu überfordern und den richtigen Bereich an Herausforderung zu finden. Dieser ist bei Kindern höchst individuell und das Maß an benötigter Unterstützung wird ebenfalls stark variieren. Eine kompetenzfördernde Erziehungshaltung ist nicht nur bei einem sicheren Schulweg, sondern auch in anderen Bereichen wie dem Umgang mit digitalen Medien förderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es gilt den sicheren Schulweg zu erlernen, wird die benötigte Unterstützung am Anfang eher hoch sein und sollte Schritt für Schritt reduziert werden. <strong>Das Kind darf sich zwar herausgefordert aber nicht überfordert fühlen.</strong><br>Sollte Ihr Kind den Schulweg allein gemeistert haben, ist es wichtig, es dafür zu loben. Der Stolz und die Freude über die eigene Selbstwirksamkeit ermöglicht Kindern selbstbewusstes und sicheres Verhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Über schwierige Situationen sprechen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt aber wesentlich eine Erziehungshaltung einzunehmen, die es dem Kind ermöglicht, mit seinen Eltern auch über schwierige Situationen zu sprechen. Hilfreich hierbei sind Zeit nehmen, Wahrnehmen und Ausdrücken der Gefühle des Kindes (z.B. nach dem Nachhausekommen) und das Angebot zu Gespräch — allerdings ohne Druck auf das Kind auszuüben. <strong>Nehmen Sie das Kind ernst!</strong> Alle Aussagen und Verhaltensweisen verdienen Beachtung und können durch offenes Nachfragen und ehrliches Interesse über den Alltag des Kindes gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte das Kind von Situationen berichten, die es belasten (z.B. das Handy wurde gestohlen), sind Vorwürfe auch in dem ersten Schreckensmoment zu vermeiden, sondern es hilft die emotionale Unterstützung zu bieten, die das Kind in der Situation benötigt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder heikle Situationen mit ihren Eltern besprechen und gemeinsame Lösungen gefunden werden können.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Praktische Tipps für die Vorbereitung auf den „sicheren Schulweg“</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized me-5 mb-5"><a href="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicherer-schulweg-tipps-artikel.jpg"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicherer-schulweg-tipps-artikel.jpg" alt="" class="wp-image-9639" style="width:500px;height:auto" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicherer-schulweg-tipps-artikel.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicherer-schulweg-tipps-artikel-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-sicherer-schulweg-tipps-artikel-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Suchen Sie „Schutzinseln“</strong> für das Kind (z.B. eine nette Bäckerei und gehen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind dort vorstellen). </li>



<li><strong>Besprechen Sie mit ihrem Kind</strong> <strong>„Was-wäre-wenn“-Situationen</strong> gut und verständlich durch. Hier sind klare Regeln notwendig (z.B.: Wie erfährt das Kind von einem eventuellen Krankenhausaufenthalt der Bezugsperson? Was tun, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt? Wer darf mich am Nachhauseweg begleiten? etc…).</li>



<li><strong>Sorgen Sie für „sichtbare Anonymität“</strong> Ihres Kindes (z.B. sollte der Name des Kindes nicht auf der Schultasche zu lesen sein; das Kind sollte Fremden nicht seinen Namen oder die Wohnadresse bekannt geben).</li>



<li><strong>Digitale Standortinformationen </strong>gehören heute zur persönlichen Sicherheit dazu. Dies bringt Vor- und Nachteile mit sich. Überprüfen Sie die Standort-Einstellungen der Apps, die Ihr Kind verwendet. Anleitungen dazu finden Sie hier: <a href="https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden">https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden</a></li>



<li><strong>Informieren Sie das Kind</strong>, dass nicht alle Menschen gute Absichten haben und dass es okay ist, Fremden Gegenüber Abstand zu wahren.</li>



<li><strong>Falls möglich, lassen Sie das Kind gemeinsam in einer Gruppe</strong> mit Kindern ähnlichen Alters zur Schule gehen.</li>



<li><strong>Stärken Sie generell das Vertrauen in die Intuition des Kindes.</strong> („Wenn du ein komisches Gefühl hast, dann ruf mich an! Halte dich in der Nähe von Menschen auf, bei denen du dich sicher fühlst!) und stärken Sie die Selbstwirksamkeit des Kindes (zB beim Bäcker selbst bezahlen lassen, U-Bahn Ticket kaufen etc.), damit es merkt wieviel es schon alleine schaffen kann.</li>



<li><strong>Das Kind sollte wissen, was es tun kann, falls es in eine gefährliche Situation kommt. </strong>Dabei ist es wichtig mit dem Kind verschiedene Möglichkeiten gut zu besprechen – diese sollten zuhause auch gemeinsam spielerisch geübt werden. Als erstes sollte das Kind versuchen die Gefahrensituation durch Weglaufen zu verlassen. Sollte das nicht möglich oder ungünstig sein, sollte das Kind wissen, welche Rufe hilfreich sind, um die Umgebung aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel „Hilfe“, „Stopp“ oder auch „Feuer“! Bei akuter Bedrohung ist auch Treten, Beißen, Brüllen und Schlagen als Notwehr erlaubt.</li>



<li><strong>Besprechen und stärken Sie die Fähigkeit des Kindes, nach Hilfe zu fragen</strong>, wenn es das Gefühl hat, Hilfe zu benötigen: Hier ist es wichtig, das Fragen nach Hilfe aktiv zu üben z.B. in einer Bäckerei oder auch in einer Menschenmenge. Besprechen Sie, welche Personen das Kind aktiv ansprechen kann (Mutter mit Kinderwagen, Polizei, Schaffner*in), um Hilfe einzufordern. Besprechen und üben Sie unterschiedliche Szenarios wie „Ich habe mich verlaufen!“ oder „Die Person da hinten macht mir Angst.“</li>



<li><strong>Falls das Kind durch andere Personen unangenehm angesprochen wird, </strong>sollte es lautstark und in Per-Sie-Form ausdrücken, dass es das nicht möchte („Lassen Sie mich in Ruhe!“, „Ich kenne Sie nicht!). Durch die Ansprache Per-Sie wird nochmal deutlicher, dass das Kind mit der anderen Person nicht vertraut ist.</li>



<li><strong>Falls Ihr Kind es einmal nicht pünktlich nach Hause schafft:</strong> Denken Sie daran, dass es viele Gründe geben kann, und dass wahrscheinlich nichts Besorgnis erregendes passiert ist. Kinder leben oft im Augenblick und vergessen ganz gerne mal die Zeit. Versuchen Sie nicht zu schimpfen, wenn Ihr Kind nicht ans Telefon geht oder sich verspätet, besprechen Sie allerdings die Situation und Ihre Sorgen gut durch, ohne dem Kind das Gefühl von Schuld zu vermitteln.</li>
</ul>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstständig unterwegs in der Jugend</h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized ms-5 mb-5"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-selbststaendig-unterwegs-artikel.jpg" alt="Selbstständig unterwegs Jugend" class="wp-image-9653" style="width:500px;height:auto" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-selbststaendig-unterwegs-artikel.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-selbststaendig-unterwegs-artikel-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-selbststaendig-unterwegs-artikel-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als Zeitspanne der Jugend (oder auch Adoleszenz) wird meist das Alter von Menschen zwischen etwa <strong>12 bis 20 Jahren</strong> verstanden. Rechtlich sind Jugendliche von <strong>14 bis 18 Jahren mündige Minderjährige</strong>, d.h. sie können und müssen bereits viele Handlungen selbst verantworten. Der Übergang von Kindheit zu Jugend beginnt schon früher, ca. ab dem 10. bis 12. Lebensjahr, durch körperliche Veränderungen, wie Geschlechtsreife und Pubertät, die auch psychischen Einfluss haben können und meist in Phasen verläuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wesentliche Entwicklungsaufgabe im Jugendalter ist die <strong>zunehmende Selbstständigkeit</strong>. Diese Autonomieentwicklung ist ein wichtiger Prozess für Jugendliche, um eigene Erfahrungen zu machen und immer mehr Entscheidungen selbst treffen zu lernen und damit in ihre gesellschaftliche Rolle mit eigener Verantwortung hineinzuwachsen. Mit der Formung einer eigenen Identität gilt es herauszufinden, <strong>wer man ist, was man gut kann, was man gerne tun und lassen will</strong> und mit welchen Menschen man gerne seine Zeit verbringt. Damit können aber auch Unsicherheiten, Risiken und Gefahren verbunden sein, weil sich die verschiedenen Bereiche (körperlich/sozial/kognitiv/emotional) in unterschiedlicher Geschwindigkeit entwickeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Im öffentlichen Raum unterwegs – sich die Welt aneignen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jugendalter sollen eigene Erfahrungen gemacht werden. Neben der Familie wird zunehmend der Freundeskreis, die sogenannte „Peer-Group“ zur Bezugsgruppe im Alltag. Dadurch ist man als Jugendliche*r verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, die nicht immer mit den Wünschen von Eltern oder anderen Erwachsenen zusammenpassen. Gemeinsam gilt es – auf Grundlage des Jugendschutzgesetzes – auszuhandeln, welche Unternehmungen gewünscht, angemessen und erlaubt sind. Jugendliche sollen herausfinden, mit wem sie gerne was gemeinsam tun und was sich für sie selbst richtig anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Ausgehen sind Achtsamkeit auf die Umgebung und das freundschaftliche aufeinander Schauen hilfreich. Jugendliche berichten aber immer wieder von unangenehmen oder potenziell gefährlichen Situationen im öffentlichen Raum, wenn sie gemeinsam oder selbstständig unterwegs sind. Generell ist es klug, immer ein aufgeladenes Mobiltelefon dabeizuhaben, besonders wenn man mit nicht so vertrauten Menschen oder in einer neuen Umgebung unterwegs ist. (<a href="https://www.jugendportal.at/jugendschutz">https://www.jugendportal.at/jugendschutz</a>)</p>



<div class="wp-block-group has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained" style="background-color:#ececec">
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Tipps fürs sichere Fortgehen </h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>K.O. Tropfen </strong>sind verschiedene Substanzen, die eine schnelle Betäubung auslösen können. Sie sind meist geruch- und geschmacklos, daher in Getränke gemixt kaum merkbar. <strong>Es gibt keinen 100%-igen Schutz vor K.O. Tropfen</strong> (auch Testarmbänder erkennen nicht alle Substanzen), aber ein bewusster Umgang kann große Sicherheit bieten. Es hilft, in der Gruppe gemeinsam auf Getränke gut zu achten und die Getränke nicht unbeaufsichtigt am Tisch stehen zu lassen.<br>(siehe <a href="https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/gewalt/ko-tropfen">https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/gewalt/ko-tropfen</a> oder <a href="https://wienxtra.at/informationen/infos-a-z/info/kotropfen/">https://wienxtra.at/informationen/infos-a-z/info/kotropfen/</a> für mehr Infos)</li>



<li>Auch der Weg nach Hause nach einer Party ist viel sicherer, wenn er gemeinsam gemacht werden kann – man einander begleitet. Es erleichtert den Nachhauseweg, wenn etwas Geld für ein Taxi reserviert wurde oder nach Einbruch der Dunkelheit zum Beispiel das <strong>NÖ-Heimwegtelefon</strong> (<a href="tel:004312066032000">01-20660-32000</a>) oder eine Freundin telefonisch erreicht werden kann. Außerdem ist die Beratungsstelle <strong>Rat auf Draht</strong> (<a href="tel:0043147">147</a>) rund um die Uhr erreichbar.</li>



<li>Ganz generell sollte immer vor dem Ausgehen besprochen werden wer mit wem wie lange unterwegs ist. Sollten sich <strong>vereinbarte Zeiten oder Orte </strong>ändern, ist es sinnvoll den Mitverantwortlichen Bescheid zu geben, damit Ärger und Sorgen gar nicht erst entstehen. Auch die wichtigste Telefonnummer und die Adresse in der Geldbörse oder Jackentasche kann sehr hilfreich sein, wenn der Handyakku mit den Notfallkontakt(en) gerade aus ist.</li>



<li>Der <strong>Stille Notruf </strong>in der <a href="https://www.dec112.at/app/">DEC112 App</a> kann das Sicherheitsgefühl verbessern, wenn es ganz brenzlig werden sollte. Der Stille Notruf in Österreich ist eine Ergänzung zum barrierefreien und textbasierten DEC112 Notruf. Mit ihm kann man in gefährlichen Situationen nahezu unbemerkt Hilfe rufen. (<a href="https://www.dec112.at/stiller-notruf/">https://www.dec112.at/stiller-notruf/</a>) <strong>Wichtig: Vorab downloaden und einrichten!</strong></li>
</ul>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--50)">Sexuelle Erfahrungen sammeln &#8211; Bedürfnisse leben, Grenzen setzen und „Nein“-Sagen</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sexualität gehört zur gesunden Identitätsentwicklung dazu. </strong>Es ist nicht immer leicht, die eigenen Bedürfnisse auszusprechen – ganz egal, ob man etwas unbedingt will, sich nicht ganz sicher ist oder etwas klar nicht möchte. Gerade in engen Beziehungen, wie im Freundeskreis, Familie oder der ersten Liebesbeziehung bestehen oft Ängste vor Verletzung oder Zurückweisung. Es ist auch spannend und wichtig, neue Dinge auszuprobieren und draufzukommen, wie man alleine oder mit anderen körperliche Lust verspürt. <strong>Nichts-Sagen, Erdulden, passives Dableiben oder Erstarren werden manchmal als Zustimmung missdeutet.</strong> Umso wichtiger ist es, das Überschreiten der eigenen Grenzen wahrzunehmen und den anderen deutlich zu machen. Manchmal erfordern „Nein“-Sagen oder das Ausdrücken einer Meinungs- oder Bedürfnisänderung auch Mut. Besonders, wenn man die andere Person gerne mag oder von ihr abhängig ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesunde Sexualität ist freiwillig und gewünscht</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konsens bei sexuellen Handlungen bedeutet „Einvernehmlichkeit“ und meint, dass es alle Beteiligten wollen</strong>. Alle die dabei mitmachen, vom Streicheln, Küssen bis zu Geschlechtsverkehr, müssen einverstanden sein und zustimmen. Es darf dabei kein Druck oder Zwang ausgeübt werden. <strong>Ein NEIN heißt immer NEIN.</strong> Manchmal ändern sich auch die Bedürfnisse im Laufe der Situation. Was sich gerade noch gut angefühlt hat, ändert sich vielleicht später – auch das ist okay und erlaubt und muss respektiert werden. Wichtig ist es, deutlich zu zeigen, was sich gerade gut und stimmig anfühlt oder auch nicht. Man soll sich dabei klar und im besten Fall verbal äußern. Nachfragen und miteinander Reden während dem Sex, das heißt aktive Kommunikation, sind dabei von großer Bedeutung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Links und Quellen:</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Konsens: </strong><a href="https://wirliebenkonsens.wordpress.com/was-ist-konsens/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://wirliebenkonsens.wordpress.com/was-ist-konsens</a> / <a href="https://diversmagazin.de/das-diversum/shaina-joy-machlus-konsens/">https://diversmagazin.de/das-diversum/shaina-joy-machlus-konsens/</a></li>



<li><strong>Zustimmung </strong><a href="https://wienxtra.at/informationen/infos-a-z/info/zustimmung-zu-sexuellen-handlungen-so-gehts/">https://wienxtra.at/informationen/infos-a-z/info/zustimmung-zu-sexuellen-handlungen-so-gehts/</a></li>
</ul>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Internet, Soziale Medien und Selbstdarstellung</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft is-resized me-5 mb-5"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-schulweg-handy-artikel.jpg" alt="Sicherer Schulweg Handy" class="wp-image-9645" style="width:500px;height:auto" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-schulweg-handy-artikel.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-schulweg-handy-artikel-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/09/diemoewe-schulweg-handy-artikel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die sozialen Medien und das Internet sind fixer Bestandteil im jugendlichen Leben. Neben den zahlreichen tollen Möglichkeiten an Austausch, Informationssuche, Wissenserwerb und Unterhaltung gibt es leider auch Gefahren. Jugendliche begegnen im virtuellen Raum immer wieder ungewollt verschiedenen <strong>Formen von irritierenden Geschmacklosigkeiten, Grenzverletzungen und Gewalt, wie bildlicher (Gewalt) Darstellung, Extremismus, Cyber-Grooming oder Pornografie</strong>. Bildliche Selbstdarstellungen auf bestimmten Plattformen können von anderen abwertend, erpresserisch oder missbräuchlich verwendet werden oder durch KI-Anwendungen täuschend echt verändert werden (<strong>„Deepfakes“</strong>). Es braucht Aufklärung und Bewusstsein über private und verschlüsselte Kommunikationskanäle und darüber, dass Altersgrenzen einzuhalten sind (siehe dazu auch<a href="https://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/" data-type="post" data-id="7888"> Stellungnahme zum Social-Media-Verbot</a>). Einvernehmliches <strong>„Sexting“</strong> ist für Jugendliche ab 14 Jahren unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen straflos. Intime Aufnahmen dürfen jedoch <strong>nicht ohne Zustimmung</strong> an andere Personen weitergegeben werden. Fällt die Zustimmung weg, müssen die Aufnahmen gelöscht werden. Das unaufgeforderte Versenden von Genitalbildern ist zudem in Österreich seit 1. September 2025 strafbar (<strong><a href="https://www.bmi.gv.at/magazin/2025_09_10/33_recht.html">„Dick-Pic“-Verbot</a></strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Information und Hilfe bieten spezialisierte Organisationen</strong> wie <a href="https://www.saferinternet.at/">https://www.saferinternet.at/</a> (mit vielen Informationen); <a href="https://www.ombudsstelle.at/">https://www.ombudsstelle.at/</a> (Löschung von Ion Inhalten) <a href="https://zara.or.at/beratung/">https://zara.or.at/beratung/</a>(Hilfe Cybermobbing)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders komplex ist die Selbstdarstellung von Jugendlichen im Internet, denn dort präsentiert sich jeder und jede so, wie er oder sie gerne von anderen gesehen werden möchte. Es ist eine große Herausforderung zum einen das eigene „Image“ im virtuellen Raum bewusst zu gestalten und dabei gleichzeitig auch authentisch zu bleiben und seine Privatsphäre zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Orientierung können die Privatsphäreeinstellungen der privaten Netzwerke dienen. Einige Fachorganisationen haben dazu Leitfäden entwickelt, um eine erste Entscheidungsgrundlage zu haben (<a href="https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/whatsapp/">https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/whatsapp/</a>)<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen für Eltern:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eltern-bildung.at/schwerpunktthema/jugendalter/selbststaendig-unterwegs-gefahren-vermeiden/risikoverhalten-von-jugendlichen-was-eltern-tun-koennen/">https://www.eltern-bildung.at/schwerpunktthema/jugendalter/selbststaendig-unterwegs-gefahren-vermeiden/risikoverhalten-von-jugendlichen-was-eltern-tun-koennen/</a></li>



<li><a href="https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/jugend/jugendschutz.html">https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/jugend/jugendschutz.html</a></li>



<li>saferinternet <a href="https://www.saferinternet.at/">https://www.saferinternet.at/</a></li>



<li>Elternseite von RataufDraht <a href="https://www.elternseite.at">https://www.elternseite.at</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ferienzeit: Warum Ferien für Kinder wichtig sind – Tipps aus Kinderschutzsicht</title>
		<link>https://die-moewe.at/ferien-was-tun-mit-kindern-tipps-aus-kinderschutzsicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 08:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=8913</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ferien sind weit mehr als eine Pause vom Schulalltag. Kinder und Jugendliche brauchen diese Zeit, um sich zu erholen, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst besser kennenzulernen. Gerade die schulfreie Zeit bietet die Möglichkeit, eigene Interessen zu entdecken, Freundschaften zu knüpfen und die Welt aus anderen Perspektiven zu erleben. Ferienbetreuung sorgfältig auswählen Wer sein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ferien sind weit mehr als eine Pause vom Schulalltag. Kinder und Jugendliche brauchen diese Zeit, um sich zu erholen, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst besser kennenzulernen. Gerade die schulfreie Zeit bietet die Möglichkeit, eigene Interessen zu entdecken, Freundschaften zu knüpfen und die Welt aus anderen Perspektiven zu erleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ferienbetreuung sorgfältig auswählen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sein Kind für Feriencamps, Workshops oder andere Betreuungsangebote anmeldet, sollte sich vorab informieren: Verfügt die Einrichtung über ein Kinderschutzkonzept? Gibt es klare Regeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie Ansprechpersonen für Beschwerden oder Anliegen? Hilfreich ist es außerdem, sich nach den Erfahrungen anderer Eltern und Kinder mit der Einrichtung zu erkundigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freizeit als Entwicklungsraum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder brauchen Zeiten, die nicht vollständig durchgeplant sind. In den Ferien können sie herausfinden, was ihnen Freude macht, welche Talente sie haben und wofür sie sich begeistern. Ob beim Sport, in kreativen Workshops, bei Ausflügen oder im Feriencamp – neue Erfahrungen helfen dabei, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Gleichzeitig entstehen oft neue Freundschaften, die über die Ferien hinaus bestehen bleiben. Auch Bewegung und neue Eindrücke sind wichtig und das Ausprobieren von sportlichen Betätigungen. Sie fördern die körperliche und mentale Gesundheit und schaffen positive Erinnerungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Langeweile darf sein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder Ferientag braucht ein besonderes Programm. Langeweile hat einen schlechten Ruf, kann aber sehr wertvoll sein. Wenn Kinder keinen durchgetakteten, fremdbestimmten Tagesplan haben, nicht ständig beschäftigt werden, entwickeln sie eigene Ideen, werden kreativ und lernen, ihre Zeit selbst zu gestalten. Oft entstehen gerade aus solchen Momenten die besten Ideen, Spiele, Projekte oder Abenteuer. Zahlreiche Ferienprogramme und Freizeitangebote bieten Hilfe, Austausch und Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeit mit der Familie – auch zu Hause</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ferien sind eine gute Gelegenheit, gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen. Das muss nicht immer eine große Reise sein. Auch Urlaub zu Hause kann erholsam und abwechslungsreich sein. Vielleicht gibt es Aktivitäten, für die während des Schuljahres kaum Zeit bleibt: gemeinsam kochen, Ausflüge in der Umgebung unternehmen, Spiele spielen oder ein lang geplantes Projekt umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann sehr befriedigend sein, Ordnung zu schaffen: Das Aussortieren alter Schulunterlagen, das Aufräumen des Kinderzimmers oder das Abschließen eines Schuljahres durch kleine Rituale macht Erfolge sichtbar und kann ein gutes Gefühl vermitteln. Vor Beginn des Schuljahres kann es Freude machen, neue Stifte, Hefte oder Kleinmöbel oder auch neue Kleidung zu besorgen – das darf auch Second Hand sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Digitale Medien bewusst nutzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ferien bedeuten oft mehr Freizeit – und damit häufig auch mehr Zeit am Smartphone, Tablet oder Computer. Deshalb ist es sinnvoll, gemeinsam Regeln für den Umgang mit digitalen Medien zu besprechen. Dazu gehören Absprachen zu Bildschirmzeiten, altersgerechten Inhalten und dem sicheren Verhalten im Internet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso wichtig sind bewusst eingeplante handyfreie Zeiten – etwa bei gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflügen oder während bestimmter Tagesabschnitte. So bleibt genügend Raum für persönliche Begegnungen, Bewegung und Erlebnisse außerhalb der digitalen Welt.Wenn die ganze Familie beschließt, mal für eine Ferienwoche weder Handy noch Laptop mitzunehmen können neue Erfahrungen miteinander entstehen. Ein wertvolles Experiment!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sinnvolle Projekte und Begegnungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ferien bieten die Chance, sich mit Menschen und Geschichten auseinanderzusetzen. Eine schöne Idee kann sein, Großeltern oder andere ältere Bezugspersonen zu ihrem Leben zu interviewen und daraus eine kleine biografische Geschichte zu schreiben. So entstehen wertvolle Erinnerungen – und vielleicht sogar ein sehr persönliches Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch soziales Engagement kann bereichernd sein. Wer anderen hilft, erlebt oft, dass das eigene Handeln Sinn stiftet. Je nach Alter und Möglichkeiten können Kinder und Jugendliche beispielsweise bei Nachbarschaftsprojekten mitwirken oder ältere Menschen besuchen. Solche Erfahrungen fördern Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterstützung holen, wenn Ferien belasten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht für alle Kinder und Jugendlichen sind Ferien ausschließlich eine unbeschwerte Zeit. Gefühle von Einsamkeit oder Ausgeschlossenwerden, Konflikte in der Familie oder andere Belastungen können gerade dann stärker spürbar werden. Wichtig ist zu wissen: Es gibt Unterstützung. Beratungsangebote wie <a href="https://elternseite.at/de/home">Rat auf Draht</a>, das <a href="https://www.digitales-kinderschutzzentrum.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitale Kinderschutzzentrum</a> oder <a href="https://die-moewe.at/kinderschutzzentren/" type="page" id="4140">die möwe Kinderschutzzentren</a> sind für sie da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferien gelingen besonders dann, wenn Sicherheit, Freiraum und Gemeinschaft miteinander verbunden werden. Kinder brauchen Zeit zum Entdecken, Ausprobieren, Ausruhen und Wachsen – und genau dafür sind Ferien da.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/ferien-was-tun-mit-kindern-tipps-aus-kinderschutzsicht/">Ferienzeit: Warum Ferien für Kinder wichtig sind – Tipps aus Kinderschutzsicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weltspieltag: Spiel &#038; Spaß im Fokus</title>
		<link>https://die-moewe.at/weltspieltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der internationale Weltspieltag Am 11. Juni 2026 feiern wir den jährlichen internationalen Weltspieltag. Seit 2024 ist er ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. Der Tag soll daran erinnern, dass jedes Kind ein Recht auf Spiel hat, wie auch in der Kinderrechtskonvention festgelegt wurde. Zuvor fand der Weltspieltag am 28. Mai statt, nachdem er in 1999 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der internationale Weltspieltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Juni 2026 feiern wir den jährlichen internationalen Weltspieltag. Seit 2024 ist er ein offizieller Gedenktag der <a href="https://www.un.org/en/observances/international-day-of-play" target="_blank" rel="noopener">Vereinten Nationen</a>. Der Tag soll daran erinnern, dass jedes Kind ein <a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/kinderrechte/">Recht auf Spiel</a> hat, wie auch in der Kinderrechtskonvention festgelegt wurde. Zuvor fand der Weltspieltag am 28. Mai statt, nachdem er in 1999 bei der 8. Konferenz der&nbsp;<a href="https://itla-toylibraries.org/home/" target="_blank" rel="noopener">International Toy Library Association</a> ausgerufen wurde. Aus Kinderschutzsicht ist Spiel ein elementarer Bestandteil für das gesunde Aufwachsen von Kindern. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ziele Spielen haben kann, welche Arten von Spiel es gibt und was Erwachsene beim Spielen beachten sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ziele von Spiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wichtigste vorweg: Spielen soll Spaß machen. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ist es eine Möglichkeit für eine Pause vom Alltag, in der frei nach Lust und Laune die Zeit und das Miteinander genossen werden kann. Darüber hinaus ist Spiel ein Bedürfnis und ein <a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/kinderrechte/" type="page" id="711">Recht von Kindern</a>. Es fördert die gesunde Entwicklung und den Aufbau von sozialen Kompetenzen. Außerdem lassen sich über das gemeinsame Spielen Nähe in der Familie, in der Klasse oder in der Freund*innengruppe stärken. Beim Spielen gibt es kein Richtig oder Falsch – nur jene Regeln, die miteinander vereinbart werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Arten von Spiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt unendlich viele Arten zu Spielen, z.B. Brettspiele für den Spieleabend, kompakte Kartenspiele für unterwegs oder spezielle Spiele für Therapiezwecke. Unterschiedliche Spiele und ihre Regeln zielen auf unterschiedliche Fähigkeiten ab, wie zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Merkfähigkeit</li>



<li>Reaktionsfähigkeit</li>



<li>Beweglichkeit</li>



<li>Konzentration</li>



<li>Strategie</li>



<li>Kreativität</li>



<li>Ausdruck von Gefühlen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kinder können Spiele ein Weg sein, bestimmte Kompetenzen zu fördern. Gleichwohl können Spiele mit Kindern leicht „zweckentfremdet“ werden. Dann stehen nicht mehr die eigentlichen Regeln im Vordergrund, sondern die Kinder setzen ihre Schwerpunkte selbst. Das kann ebenso wertvoll für die Förderung von Kompetenzen sein – wenn auch anders als ursprünglich gedacht. Die Hauptsache ist, dass es Spaß macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein spielerischer Rahmen kann auch ein Türöffner zu schwierigen Themen sein, wie z.B. „Verlieren ist blöd“, Umgang mit Regeln, etc. Meist lässt sich jedoch nicht gezielt auf ein spezifisches Thema „hinarbeiten“. </p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 40%"><div class="wp-block-media-text__content">
<h3 class="wp-block-heading">Therapiespiele</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Spielen kommt im therapeutischen Kontext eine besondere Bedeutung zu. Therapiespiele sind für die fachliche Arbeit konzipiert und sollten auch nur so gezielt zum Einsatz kommen. Mit vielen Kindern ist es einfacher, über ein Spiel den Einstieg in ein für das Kind bedeutsames Thema zu finden. Dabei ist die Wahl des Spiels abhängig vom jeweiligen Kind, der Situation und der Thematik, die behandelt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem nebenstehenden Bild ist eine Übersicht an beispielhaften Materialien zu sehen, die möwe-Mitarbeiter*innen in der Psychotherapie verwenden.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spielen-kinder-diemoewe.jpg" alt="Weltspieltag Kinder Spiele" class="wp-image-8720 size-full" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spielen-kinder-diemoewe.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spielen-kinder-diemoewe-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spielen-kinder-diemoewe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:40% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spiele-selber-machen-diemoewe.jpg" alt="Weltspieltag Spiele selber machen" class="wp-image-8732 size-full" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spiele-selber-machen-diemoewe.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spiele-selber-machen-diemoewe-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-spiele-selber-machen-diemoewe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h3 class="wp-block-heading">Spiele selber machen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spiele müssen nicht immer teuer oder aufwändig sein, das gute alte Verstecken, Fangen oder Topf-Klopfen können genauso viel Spaß machen. Außerdem spart Selbstgebasteltes Geld und fördert die Kreativität (z.B. ein Memory mit Figuren aus der Lieblingsserie des Kindes). Es ist erstaunlich, was alles mit Papier und Stift gestaltet werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Inspiration zum Selbermachen zu finden, stellen wir für Sie Vorlagen, wie das Falten der Origami-Möwe, und Anleitungen zum Basteln, wie der Anti-Stress-Ball, gratis zur Verfügung.</p>



				
		<a 
			
			class="block-a379d3ca-eec4-45b6-a227-7ada4154e29e btn areoi-has-url position-relative btn-primary"
	 href="https://die-moewe.at/beschaeftigung-fuer-die-ferien/" title="Link zum Artikel &quot;Beschäftigung für die Ferien&quot; mit Materialien zum Basteln" >
					
					Zu den Materialien 
					
					 
				</a>
			</div></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 40%"><div class="wp-block-media-text__content">
<h3 class="wp-block-heading">Onlinespiele</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Internet bietet viele Möglichkeiten, mit bestehenden und neuen Freund*innen unabhängig vom Ort gemeinsam zu spielen. Spielekonsolen mit Internetzugang oder vernetztes „smartes“ Spielzeug werden immer verbreiteter. Auch Plattformen wie Roblox, Discord oder Twitch ziehen immer mehr Kinder und Jugendliche an (siehe auch <a href="https://www.saferinternet.at/services/jugend-internet-monitor" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jugendmonitor</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist dabei auch Vorsicht geboten, denn dabei können nicht nur Datenschutzverletzungen passieren, sondern es bietet auch anderen Erwachsenen die Möglichkeit, in unangemessenen Kontakt zu treten. Es gibt Täter*innen, die über soziale Medien und Online-Spielforen Kontakt zu Kindern als potenzielle Opfer aufnehmen. Die Gesprächsanbahnung und Kontakt halten ist über das Internet oft einfacher möglich. Dort können Täter*innen Kinder manipulieren und unter Druck setzen, auch Cybergrooming genannt. Mehr dazu in unserem Beitrag über <a href="https://die-moewe.at/digitaler-kinderschutz/" type="post" id="8654">digitalen Kinderschutz</a> sowie in der <a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/gewaltformen/" type="page" id="4045">Übersicht über Gewaltformen</a>. Tipps und Informationen über einen sicheren Umgang mit Onlinespielen gibt es bei <a href="https://www.saferinternet.at/themen/digitale-spiele" target="_blank" rel="noreferrer noopener">saferinternet.at</a></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-digitale-online-spiele.jpg" alt="Weltspieltag Onlinespiele Digitale Spiele Kinder" class="wp-image-8789 size-full" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-digitale-online-spiele.jpg 800w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-digitale-online-spiele-300x225.jpg 300w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2026/06/weltspieltag-digitale-online-spiele-768x577.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Tipps für&#8217;s Spielen mit Kindern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der riesigen Auswahl und den vielen Möglichkeiten von Spielen ist es nicht immer einfach zu wissen, wie man anfangen soll. Wir haben einige Tipps und Ideen für den Einstieg ins Spiel zusammengestellt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Zum Spielen einladen</strong><br>Schaffen Sie eine angenehme Spielatmosphäre und wecken Sie die Neugier Ihres Kindes.</li>



<li><strong>Was braucht das Kind jetzt gerade?</strong><br>Einschätzen, was im Moment wichtig ist und welches Bedürfnis das Kind gerade hat (Bewegung/Entspannung/Konzentration, etc.). Was möchte Ihr Kind gerne spielen?</li>



<li><strong>Gemeinsam aussuchen<br></strong>Was macht allen Spaß? Auch Eltern sollten Freude am Spiel haben!</li>



<li><strong>Alter berücksichtigen<br></strong>Altersfreigaben der Herausgeber*innen beachten und auf Fähigkeiten des eigenen Kindes achten. Dabei auf die jüngste Person Rücksicht nehmen. <br>Achtung bei digitalen Spielen: die Altersangaben sind lediglich Freigaben im Sinne der Angemessenheit (Gewalt, Horror, etc.) und sagen nicht aus, ob das Spiel auch für dieses Alter adäquat ist (zu komplex o.ä.). Mehr Informationen über Alterskennzeichnung in Deutschland gibt es <a href="https://usk.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und einen Überblick auf europäischer Ebene <a href="https://pegi.info/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</li>



<li><strong>Flexible Regeln<br></strong>Regeln sind zwar wichtig, können aber auch gemeinsam verändert werden. Wenn mit Regeln gespielt wird, dann sollten diese einfach erklärt und für alle verständlich sein.</li>



<li><strong>Spiele aus eigener Jugend spielen</strong><br>Erinnern Sie sich an Ihr Lieblingsspiel als Kind? Vielleicht bereitet dieses Spiel Ihrem Kind eine genauso große Freude wie Ihnen. Wenn bei Ihnen die Freude am Spielen wieder hochkommt, steckt dies oft andere an. So lernen Kinder Spieleklassiker kennen, die auch gemeinsam zu etwas Neuem adaptiert werden können.</li>



<li><strong>Ausflug zu Spielotheken machen<br></strong>Inspiration finden in Spielotheken, wo Spiele ausgeliehen werden können, in Wien z.B. bei der <a href="https://wienxtra.at/spielebox/brettspielverleih/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spielebox</a></li>



<li><strong>Genießen!</strong><br>Der Weltspieletag ist für alle da, ob Groß oder Klein, Jung oder Alt. Gemeinsam die Zeit zu genießen und Spaß beim Spielen zu haben steht im Vordergrund.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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		<title>Gewalt in der Erziehung ist nie okay!</title>
		<link>https://die-moewe.at/gewalt-in-der-erziehung-ist-nie-okay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 08:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Gewaltfrei zu erziehen bedeutet nicht, Kinder alles machen zu lassen oder sich selbst zu überlassen. Es bedeutet, sie klar, konsequent und respektvoll zu begleiten – ohne Schläge, Demütigungen oder Angst.&#8220; Hedwig Wölfl, Geschäftsführung und fachliche Leitung die möwe Wir im Kinderschutz erfahren in unserer täglichen Arbeit, wie herausfordernd es auch heute noch für Eltern und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">„Gewaltfrei zu erziehen bedeutet nicht, Kinder alles machen zu lassen oder sich selbst zu überlassen. Es bedeutet, sie klar, konsequent und respektvoll zu begleiten – ohne Schläge, Demütigungen oder Angst.&#8220;</p>



<blockquote class="blockquote" class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"></p>
<cite class="blockquote-footer">Hedwig Wölfl, Geschäftsführung und fachliche Leitung die möwe</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wir im Kinderschutz erfahren in unserer täglichen Arbeit, wie herausfordernd es auch heute noch für Eltern und Erziehungsberechtige ist, ohne Ohrfeigen, Klapse oder Demütigungen zu erziehen. Vor allem, wenn man das in der eigenen Kindheit selbst erlebt hat und in schwierigen Situationen vom eigenen Kind getriggert wird. Umso mehr müssen wir alternative Formen in der Erziehung lernen und üben. Gewaltfreie Erziehung ist nicht „Nicht-Erziehung“. Kinder brauchen Orientierung, Regeln und Konsequenzen – aber ohne Angst und Gewalt. Wer gewaltfrei erzieht, verzichtet nicht auf Grenzen, sondern auf Gewalt. Kinder brauchen Führung, nicht Furcht. Konsequenz und Gewaltfreiheit sind kein Widerspruch. Kinder können lernen, Regeln einzuhalten, ohne Angst haben zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Gewaltverbot als Errungenschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gewaltverbot in Bildungseinrichtungen und in der Erziehung zählt zu den wichtigsten kinderrechtlichen und gesellschaftspolitischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte. Es macht unmissverständlich klar: Kinder haben ein Recht auf Schutz, Würde und eine gewaltfreie Entwicklung. Ein Aufwachsen ohne Gewalt ist nicht nur für das Wohlbefinden und die gesunde Entwicklung jedes einzelnen Kindes wichtig, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt. Kinder, die respektvoll begleitet und ohne Gewalt erzogen werden, können Vertrauen entwickeln, Konflikte konstruktiv lösen und stabile soziale Beziehungen aufbauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Körperliche Gewalt ist auch psychische Gewalt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Körperliche Gewalt durch Eltern oder andere enge Bezugspersonen ist niemals nur körperliche Gewalt. Für Kinder bedeutet sie immer auch eine psychische Verletzung. Wer geschlagen, geohrfeigt, angeschrien oder beschimpft wird, erlebt Angst, Demütigung und den Verlust von Sicherheit – besonders bitter und schmerzhaft, wenn dies von den Menschen ausgeht, die eigentlich Liebe, Schutz und Geborgenheit geben sollten. Erziehung durch Angst mag kurzfristig Gehorsam erzeugen, sie ist jedoch weder wirksam noch gesund. Kinder lernen dadurch nicht Respekt, sondern Unterordnung, Verunsicherung und Furcht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Folgen von Gewalt in der Erziehung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen von Erziehungsgewalt sind wissenschaftlich gut belegt. Sie können von Ängsten, Depressionen und einem verminderten Selbstwertgefühl über Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsprobleme bis hin zu langfristigen gesundheitlichen Belastungen reichen. Gewalt in der Kindheit erhöht zudem das Risiko, dass Konflikte später selbst mit Gewalt ausgetragen werden. Gewaltfreie Erziehung ist daher nicht nur Kinderschutz, sondern auch Gewaltprävention.<br>Gleichzeitig wissen wir, dass Gewalt in der Erziehung häufig nicht aus Böswilligkeit entsteht, sondern aus Überforderung, Stress oder Hilflosigkeit. Gerade deshalb braucht es Unterstützung für Eltern, leicht zugängliche Beratungsangebote und eine gesellschaftliche Kultur, die auf Verständnis, Wissen und Begleitung statt auf Schuldzuweisungen setzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„G&#8217;sund“ und „Watschn“ gehören nicht zusammen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch ist die Verharmlosung von Gewalt durch Aussagen wie „Mir hat eine Ohrfeige auch nicht geschadet“. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Behauptung erfordert eine andere Frage: Was hätte aus Ihnen werden können, wenn Sie ohne Ohrfeigen, Klapse, Anschreien oder Beschimpfungen aufgewachsen wären? Niemand kann wissen, welche Chancen, welches Selbstvertrauen oder welche innere Sicherheit ihm durch Gewalt genommen wurden. Dass Menschen trotz erlebter Gewalt in der Kindheit ein gutes Leben führen können, ist kein Beweis für deren Unschädlichkeit oder gar Nutzen, sondern allenfalls für die Resilienz und Stärke der Person, die es erleben musste.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortung von Erwachsenen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eltern und Pädagog*innen tragen Verantwortung als Vorbilder für ihre Kinder. Dasselbe gilt für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Wer Gewalt in der Erziehung relativiert oder gar rechtfertigt, sendet das falsche Signal. Eine moderne Gesellschaft darf Züchtigung weder romantisieren noch verharmlosen. Sie muss klar vermitteln: Kinder haben ein Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt – und Erwachsene haben die Verantwortung, dieses Recht zu schützen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen</h3>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex gap-1 mb-3">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button btn btn-primary" href="https://die-moewe.at/gewaltpraevention/eltern/tipps/">Tipps gegen Gewalt in der Familie</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe auch <a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260603_OTS0146/bundesverband-oesterreichischer-kinderschutzzentren-begruesst-initiative-gemeinsam-gegen-gewalt-an-kindern" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Presseaussendung </a>des Bundesverbandes österreichischer Kinderschutzzentren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Fragen zum Thema Gewaltfreie Erziehung oder bei Sorgen um ein Kind oder Jugendlichen kontaktieren Sie eines unserer <a href="https://die-moewe.at/kinderschutzzentren/" type="page" id="4140">Kinderschutzzentren</a>, unsere <a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/beratung/" type="page" id="4117">Telefonberatung </a>oder nützen Sie unsere <a href="https://die-moewe.at/onlineberatung/" type="page" id="334">Onlineberatung</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/gewalt-in-der-erziehung-ist-nie-okay/">Gewalt in der Erziehung ist nie okay!</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitaler Kinderschutz – wie Eltern ihre Kinder sicher durch die Online‑Welt begleiten</title>
		<link>https://die-moewe.at/digitaler-kinderschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 09:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=8654</guid>

					<description><![CDATA[<p>Digitalisierung verändert, wie Kinder Beziehungen aufbauen, Grenzen erfahren und sich sexuell entwickeln. Das eröffnet Chancen für Information und Selbstbestimmung, bringt aber auch spezifische Risiken wie Cybergrooming, Sextortion, frühzeitigen Pornokonsum oder die unbedachte Weitergabe intimer Bilder. Effektiver digitaler Kinderschutz vereint drei Ebenen: Sexualpädagogik, Medienbildung und technische sowie rechtliche Schutzmaßnahmen. Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/digitaler-kinderschutz/">Digitaler Kinderschutz – wie Eltern ihre Kinder sicher durch die Online‑Welt begleiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung verändert, wie Kinder Beziehungen aufbauen, Grenzen erfahren und sich sexuell entwickeln. Das eröffnet Chancen für Information und Selbstbestimmung, bringt aber auch spezifische Risiken wie Cybergrooming, Sextortion, frühzeitigen Pornokonsum oder die unbedachte Weitergabe intimer Bilder. Effektiver digitaler Kinderschutz vereint drei Ebenen: Sexualpädagogik, Medienbildung und technische sowie rechtliche Schutzmaßnahmen. Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle als Informierende, Begleitende und Vorbild — nicht als alleinige Kontrolleure.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Sexual‑ und Medienpädagogik zentral sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Digitaler Kinderschutz ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess: begleitende Gespräche, altersgerechte Aufklärung, gezielte Medienbildung und technische Vorkehrungen schaffen zusammen einen Raum, in dem Kinder Chancen online nutzen können, ohne ihre Sicherheit oder Entwicklung aufs Spiel zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema ist Konsens: „Nur Ja heißt Ja“ gilt auch digital. Kinder sollten früh lernen, dass das Teilen von Bildern immer Zustimmung aller Betroffenen erfordert und dass Weiterleitungen ohne Erlaubnis schwere emotionale und rechtliche Folgen haben können. Vermitteln Sie Ihrem Kind konkrete Verhaltensweisen: keine intimen Bilder senden, keine Geheimhaltung eingehen, bei unangenehmem Kontakt sofort mit einer vertrauten Person sprechen. Werden Bilder oder Nachrichten als Druckmittel eingesetzt (Sextortion, Cybercrime), ist schnelles Handeln nötig: Beweise sichern, Plattform melden, technische Konten schützen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erwachsene als Vorbilder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eltern können viel bewirken, wenn sie als Vorbilder agieren. Das heißt nicht Überwachung um jeden Preis, sondern präsent sein: Interesse zeigen, Profile gemeinsam anschauen, über Inhalte sprechen und nicht automatisch auf jede Nachricht reagieren. Medientagebücher oder kurze Reality‑Checks helfen, die tatsächliche Nutzungsdauer und die Wirkung von Inhalten sichtbar zu machen. Gerade bei Themen wie Körperbildern und Pornografie ist eine offene, wertfreie Gesprächshaltung hilfreich. Pornografische Inhalte sind oft inszeniert und vermitteln unrealistische Erwartungen an Körper und Beziehungen; wer das altersgerecht erklärt, stärkt die Fähigkeit von Kindern, Gesehenes einzuordnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Risiken, die Eltern kennen sollten</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unrealistische Körperbilder und Rollenstereotype auf Social Media, die Selbstwert und Beziehungserwartungen verzerren.</li>



<li>Bildgeleitete Sexualität, die bedürfnisgeleitete Entwicklung überlagern kann.</li>



<li>Früher, unreflektierter Pornokonsum ohne Einordnung.</li>



<li>Fehlendes Unrechtsbewusstsein beim Weiterleiten intimer Bilder.</li>



<li>Cybergrooming, Sextortion und pädophile Annäherungen über digitale Kanäle.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Konkrete Eltern‑Tipps für digitalen Kinderschutz</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Vorbild sein!</strong><br>Schaffen Sie medienfreie Zonen (Bett) und medienfreie Zeiten (Essen, Familienzeit, Urlaub). Eltern sollten eigenes Nutzungsverhalten reflektieren und bewusst reagieren, statt ständig auf das Handy zu schauen.<br></li>



<li><strong>Zeitkontingente und klare Familienregeln:</strong><br>Vereinbaren Sie altersgerechte tägliche/wöchentliche Nutzungszeiten und dokumentieren Sie diese sichtbar. Technische Bildschirmzeit‑Funktionen unterstützen die Einhaltung.<br></li>



<li><strong>Gemeinsame Medienzeit statt Überwachung:</strong><br>Schauen Sie sich Profile, Apps und Videos zusammen an, erklären Sie Hintergründe (z. B. Inszenierung in Influencer‑Inhalten) und führen Sie kurze Reality‑Checks zur Nutzungsdauer durch.<br></li>



<li><strong>Inhalte teilen und Interesse zeigen:</strong><br>Schauen Sie persönliche Profile gemeinsam an und diskutieren Sie diese. Regen Sie dazu an, kritisch zu denken, Deep-Fakes zu entschlüsseln sowie süchtig machende Geschäftsmodelle zu identifizieren.<br></li>



<li><strong>Freiwillige Medienpausen und Selbstexperimente:<br></strong>Kleine Experimente (z. B. ein medienfreier Abend oder Wochenende) helfen, Abhängigkeiten zu erkennen und das Wohlbefinden zu prüfen.<br></li>



<li><strong>Technische Schutzmaßnahmen sinnvoll einsetzen:</strong><br>Aktivieren Sie Jugendschutzfilter, Privatsphäre‑Einstellungen, Altersbeschränkungen und überprüfen Sie App‑Berechtigungen (Kamera, Mikrofon, Kontakte). Router‑Filter und DNS‑Blocker können Zusatzschutz bieten.<br></li>



<li><strong>Begleitung statt Vernachlässigung:</strong><br>Begleitung und Gespräche sind wirkungsvoller als dauerhafte Überwachung; fördern Sie Selbstverantwortung altersgerecht.<br></li>



<li><strong>Professionelle Angebote nutzen:</strong><br>Schulen, sexualpädagogische Workshops und <a href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/beratung/" type="page" id="4117">Beratungsstellen </a>wie jene der möwe gehören in das Schutznetz. Informieren Sie sich über lokale Angebote und gesetzliche Leitlinien.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz‑Notfallleitfaden</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zuhören, nicht beschämen. Kind stabilisieren.</li>



<li>Beweise sichern (Screenshots, Chats).</li>



<li>Plattform melden bzw. bei Straftat Anzeige erstatten.</li>



<li>Accounts sichern (Passwörter ändern, Zwei‑Faktor aktivieren).</li>



<li>Beratung in Anspruch nehmen, z.B. bei der möwe</li>
</ul>



				
		<a 
			
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	 href="https://die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/" title="Link zu Hilfsangeboten" >
					
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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Anlaufstellen und Informationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die möwe Kinderschutzzentren: <a href="https://die-moewe.at/kinderschutzzentren/">https://die-moewe.at/kinderschutzzentren/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stopline (zur Meldung illegaler Inhalte): <a href="https://www.stopline.at/de/home">https://www.stopline.at/de/home</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Digitales Kinderschutzzentrum: <a href="https://www.digitales-kinderschutzzentrum.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.digitales-kinderschutzzentrum.at/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Saferinternet.at: <a href="https://www.saferinternet.at/zielgruppen/eltern">https://www.saferinternet.at/zielgruppen/eltern</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Check den Respekt Infokampagne: <a href="https://checkdenrespekt.at/kurz--klar-erklrt">https://checkdenrespekt.at/kurz&#8211;klar-erklrt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stellungnehme des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren zur geplanten Altersbeschränkung für Social Media: h<a href="ttps://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/">ttps://die-moewe.at/stellungnahme-altersbeschraenkungen-fuer-social-media/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Umgang mit Kindern bei Fragen rund um den Krieg</title>
		<link>https://die-moewe.at/umgang-mit-kindern-bei-fragen-rund-um-den-krieg-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 14:26:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=7797</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Thema Krieg beschäftigt Kinder und Jugendliche leider aktuell wieder. Viele Fragen tauchen auf und Eltern und Bezugspersonen müssen mit aufkommenden Unsicherheiten oder sogar Ängsten umgehen. Wir haben einige Überlegungen aus psychologischer Sicht zusammengefasst, die beim Umgang mit Kindern in dieser Situation helfen können: Holen Sie das Kind bei seinem Wissen und seinen Phantasien ab [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Krieg beschäftigt Kinder und Jugendliche leider aktuell wieder. Viele Fragen tauchen auf und Eltern und Bezugspersonen müssen mit aufkommenden Unsicherheiten oder sogar Ängsten umgehen. Wir haben einige Überlegungen aus psychologischer Sicht zusammengefasst, die beim Umgang mit Kindern in dieser Situation helfen können:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Holen Sie das Kind bei seinem Wissen und seinen Phantasien ab</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Erfragen Sie am Beginn eines Gesprächs, was Ihr Kind bereits weiß bzw. zu wissen glaubt. Lassen Sie ihm die Möglichkeit zu erzählen und seine Fragen zu stellen und gehen sie erst dann darauf ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fragen altersentsprechend und wahrheitsgemäß beantworten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Kinder erschüttert sind, beschäftigen sie viele Fragen. Nehmen Sie diese ernst und beantworten Sie die Fragen Ihres Kindes ehrlich in kindgerechter und altersadäquater Sprache. Bleiben Sie dabei sachlich und geben Sie nur die Informationen, die das Kind nach seinem Entwicklungsstand auch aufnehmen und verarbeiten kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nähe und Sicherheit geben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nachrichten über Krieg können Unsicherheit und Ängste auslösen. Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst und versichern Sie Ihrem Kind, dass es mit allen Fragen, Ängsten, Gefühlen jederzeit zu Ihnen kommen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weder katastrophisieren noch bagatellisieren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig (siehe Punkt 2), Kinder über die Vorfälle sachlich aufzuklären und darauf zu achten, dabei weder zu übertreiben noch so zu tun als wäre nichts passiert. Verstärken Sie die Ängste nicht, aber machen Sie die Aufregung auch nicht lächerlich – Kinder gehen meist sehr pragmatisch mit solchen Ereignissen um.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachrichten gezielt auswählen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell überschlagen sich die Nachrichten und Meldungen in den Medien. Es ist ratsam, Smartphone, Fernseher oder Radio immer wieder bewusst abzuschalten, um das Kriegsgeschehen nicht dauernd präsent zu haben. Suchen Sie Medien, die Nachrichten kindgerecht aufbereiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unterschiedliche Meinungen und Haltungen zum Krieg erklären</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder unterhalten sich über die Dinge, die sie beschäftigen, im Kindergarten oder in der Schule und erfahren so die Bandbreite verschiedener Meinungen. Lassen Sie Ihr Kind daheim erzählen, was es gehört hat und besprechen Sie mit ihm, dass verschiedene Menschen unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen vertreten können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aktiv werden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um nicht in Unsicherheit und Angst zur verharren, hilft es, selbst aktiv zu werden: gemeinsam recherchieren, Spendenpakete packen, an Solidaritätskundgebungen teilnehmen oder Rituale finden (z.B. eine Kerze für den Frieden anzünden).</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere hilfreiche Informationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://elternseite.at/de/themen/krieg-und-terror-wie-erklaere-ich-das-meinem-kind">https://elternseite.at/de/themen/krieg-und-terror-wie-erklaere-ich-das-meinem-kind</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Gewalttätige Eltern: Wenn bei Eltern die Sicherung durchbrennt</title>
		<link>https://die-moewe.at/gewalttaetige-eltern-wenn-bei-eltern-die-sicherung-durchbrennt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 08:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://die-moewe.at/?p=6335</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gewalt als Erziehungsform ist leider nach wie vor Realität vieler Kinder und Jugendlichen. Maga Johanna Zimmerl, Bereichsleiterin der möwe Kinderschutzzentren, erklärt im Interview mit DIE FURCHE, wieso Eltern gewalttätig werden und wo diese Hilfe und Unterstützung finden, um diese Muster zu durchbrechen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gewalt als Erziehungsform ist leider nach wie vor Realität vieler Kinder und Jugendlichen. Mag<sup>a</sup> Johanna Zimmerl, Bereichsleiterin der möwe Kinderschutzzentren, erklärt im Interview mit DIE FURCHE, wieso Eltern gewalttätig werden und wo diese Hilfe und Unterstützung finden, um diese Muster zu durchbrechen.</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/10/diemoewe-artikel-die-furche-wien-gewalttaetige-eltern.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von diemoewe-artikel-die-furche-wien-gewalttaetige-eltern."></object><a id="wp-block-file--media-2ff1423e-2945-42c7-93c7-2982ca80fbe8" href="https://die-moewe.at/?attachment_id=6338">diemoewe-artikel-die-furche-wien-gewalttaetige-eltern</a></div>
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		<title>Erfahrungen aus dem Traumapädagogik Lehrgang</title>
		<link>https://die-moewe.at/interview-traumapaedagogik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Evelyn Kickinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 09:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.die-moewe.at/?p=4941</guid>

					<description><![CDATA[<p>Interview mit Claudia Kornfeld, Leiterin der möwe Neunkirchen Seit Jänner 2024 besucht Claudia Kornfeld den 3. Traumapädagogik-Lehrgang, den die möwe Akademie seit 2022 in ihrem Kursprogramm anbietet. Der Lehrgang dauert 8 Module und richtet sich an pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen zu tun haben. In unserem Gespräch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/interview-traumapaedagogik/">Erfahrungen aus dem Traumapädagogik Lehrgang</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Interview mit Claudia Kornfeld, Leiterin der möwe Neunkirchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jänner 2024 besucht Claudia Kornfeld den 3. Traumapädagogik-Lehrgang, den die möwe Akademie seit 2022 in ihrem Kursprogramm anbietet. Der Lehrgang dauert 8 Module und richtet sich an pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen zu tun haben. In unserem Gespräch gibt Claudia Einblicke in die Inhalte des Lehrgangs und erzählt, wie sie das dort erworbene Wissen bei ihrer Tätigkeit in der möwe unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kannst du mir beschreiben, worum es in dem Lehrgang genau geht?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Hintergrundinformationen zum Thema Trauma lernen wir zu erkennen, wie sich traumatisierte Kinder und Jugendliche zeigen und wir bekommen verschiedene Tools zur Hand, um diese zu begleiten und zu stabilisieren. Und es geht um Beziehungsaufbau, traumasensible Arbeit, Bindung und Selbstfürsorge für Helfer*innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist eigentlich ein Trauma?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Generell ist ein Trauma ein massiver, hochgradiger Einschnitt, der die Betroffenen an den Rand der Belastbarkeit bringt. Das kann ein Monotrauma sein, also etwa ein Verkehrsunfall, den man überlebt habt oder multiple Traumen, wie eine Gewalterfahrung über mehrere Jahre hinweg. Man könnte ein Trauma auch als übermächtiges Ereignis bezeichnen, dessen Erleben einen handlungsunfähig macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu ist ein Drama besprechbar und es lässt einen weiter agieren. Wenn die Freundin ein Geheimnis ausgeplaudert hat, zum Beispiel, dann ist man verärgert, aber man bleibt weiterhin handlungsfähig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen reagieren auf Traumata mit einer Schockstarre oder als natürliche Reaktion mit Flucht oder Angriff. Das hängt natürlich immer davon ab, welche Strategien im Leben erlernt und schon „erfolgreich“ angewendet wurden. Ich erlebe häufig im Zusammenhang mit Gewalterfahrung oder Missbrauch, dass die Jugendlichen sagen: „Ich konnte nicht aus der Situation rausgehen – ich konnte nicht weg“ – sie empfinden sich selbst als handlungsunfähig und gefangen, empfinden eine Ohnmacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Ziel ist es, die Betroffenen aus der Schockstarre hinauszuführen und dafür werden uns im Lehrgang die verschiedensten Skills zur Verfügung gestellt. Wir versuchen zu besprechen, was in dem Kind/Jugendlichen vorgeht, was er oder sie fühlt. Wir klären mit ihnen, warum sie in der bedrohlichen Situation nicht reagieren konnten und schauen, welche Ressourcen es gibt, die ihnen helfen können sich nicht weiterhin in der erlebten Ohnmacht zu fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kinderschutz ist es uns besonders wichtig, den Betroffenen einen sicheren Rahmen zu bieten und transparent zu arbeiten, damit wird auch aktiv die Handlungsfähigkeit unterstützt.&nbsp; So wird unseren Klient*innen auch zugesichert, dass alles, was sie erzählen vertraulich bleiben wird. Natürlich mit der Ausnahme einer akuten Gefährdung, aber darüber klären wir unsere Klient*innen ebenso auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie macht man Trauma besprechbar und was bedeutet es, traumasensibel zu arbeiten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Traumasensibel arbeiten heißt, dass man Beziehung aufbaut und nicht direkt an den Folgen eines traumatischen Erlebnisses arbeitet, das obliegt der Traumatherapie. In der Traumapädagogik schauen wir hin, wie wir Kinder und Jugendliche körperlich und emotional stabilisieren können und bieten Werkzeuge an, um Sicherheit zu geben. So kann es zum Beispiel helfen, die eigene Beziehungslandkarte aufzuzeichnen, um herauszufinden, wen es im sozialen Umfeld gibt, der stabilisieren kann und wer guttut und wer nicht. In den meisten Fällen gibt auch eine „gute“ Vergangenheit, an die die Erinnerungen durch das Trauma sozusagen verschüttet wurden. Dort können jedoch häufig Ressourcen aufgegriffen werden, die nun in der belastenden Situation helfen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kannst du die Ausbildung in Deiner Arbeit im Kinderschutzzentrum nutzen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hilft die Ausbildung bei der Einschätzung, ob bestimmte Verhaltensweisen eines Kindes auf ein Trauma hinweisen, um dann dementsprechend sensibel darauf einzugehen zu können und entsprechende Skills anzubieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft habe ich bei diversen Inhalten des Lehrgangs gleich konkrete Klienten im Kopf, für den das Gehörte passend wäre. Ich notiere es dann und kann es direkt in der nächsten Beratungseinheit anwenden. Auch der Kontakt zu meinen Lehrgangskolleginnen ist sehr wertvoll, denn wenn wir uns (natürlich anonymisiert) über Fälle austauschen, dann können sie mir oft aus einem ganz anderen Blickwinkel ihre Sicht mitgeben. Das ist unheimlich wertvoll, wenn man über das eigene Team und die Arbeit hinaus reflektieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Lehrgangskolleginnen kommen aus ganz anderen Bereichen, haben aber auch alle beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Die Art der Traumata, die ihnen begegnen, unterscheiden sich insofern, dass es bei uns immer um verschiedenste Gewalterfahrungen geht. Bei der Kindergartenpädagogin geht es vielleicht eher um eine Trennung der Eltern oder einen Todesfall in der Familie. Eine Kinderkrankenschwester ist wiederum mit Traumata nach Unfällen oder schweren Erkrankungen konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast am Anfang das Thema „Bindung“ angesprochen – warum ist das im Zusammenhang mit Trauma ein Thema?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kinder kommen meistens nicht alleine zu uns und nach einer Beratung entlassen wir sie ja wieder in ihre familiäre Umgebung. Da kommen die Bezugspersonen zu tragen, denn auch sie brauchen Raum zur Verarbeitung der Geschehnisse. Die Sorge um das Kind oder auch das eigene schlechte Gewissen, das Kind nicht geschützt haben zu können, können auch bei den Eltern eine große Hilflosigkeit auslösen. In den Fällen ist es ebenso wichtig, das Bezugssystem zu stabilisieren, damit sie gut für ihre Kinder da sein können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schauen uns an, wie viel Nähe oder Distanz da ist, wie viel Raum einem Kind gegeben wird und wie viel Vertrauen es in seine Bezugsperson zeigt. Eine gute Bindung gibt Sicherheit und die brauchen die Betroffenen, um das Trauma besser bewältigen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum arbeiten wir in der möwe so gut wie möglich im Dualsystem mit den Eltern und dem Kind, weil ein Elternteil der emotional überfordert ist, kann dem Kind kein stabiles Umfeld geben.</p>
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		<title>Wie man Kindern Amok und Terror erklärt</title>
		<link>https://die-moewe.at/wie-man-kindern-amok-und-terror-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lagota]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 12:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.die-moewe.at/?p=5798</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach den erschreckenden Ereignissen hat Hedwig Wölfl, Psychologin und Geschäftsführerin der möwe einige Überlegungen aus psychologischer Sicht zusammengeschrieben, die im Umgang mit Kindern in dieser Situation zu berücksichtigen sind: Fakten erklären Erklären Sie Ihren Kindern den aktuellen Erkenntnisstand der Polizei in kindgerechter und altersadäquater Sprache:Was ist passiert? (es gab einen Anschlag mit Toten und Verletzten)Was [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach den erschreckenden Ereignissen hat Hedwig Wölfl, Psychologin und Geschäftsführerin der möwe einige Überlegungen aus psychologischer Sicht zusammengeschrieben, die im Umgang mit Kindern in dieser Situation zu berücksichtigen sind:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fakten erklären</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erklären Sie Ihren Kindern den aktuellen Erkenntnisstand der Polizei in kindgerechter und altersadäquater Sprache:<br>Was ist passiert? (es gab einen Anschlag mit Toten und Verletzten)<br>Was wird dagegen getan? (Polizei und Rettung arbeiten für die Sicherheit von uns allen)<br>Sind wir in Gefahr? (Nein, in unserer Wohnung bist du in Sicherheit; auch für Schulen gibt es Notfallpläne&nbsp;…)<br>Es ist nicht möglich, alle Fragen zu beantworten &#8211; manchmal muss Unsicherheit und Unwissenheit gemeinsam ausgehalten werden</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterschiedliche Gefühlsreaktionen sind normal</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schock und Betroffenheit, ein nicht Wahrhabenwollen gehören meist zu den unmittelbaren Reaktionen, auch Wut, Trauer,&nbsp;Ängste und Befürchtungen sind in der Folge normale Reaktionen.<br>Wichtig ist, alle Gefühle ernst zu nehmen</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit geben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachrichten von Amok und Terror lösen Unsicherheit und Ängste aus:&nbsp;<br>Stärken Sie das Vertrauen in die Gefahrenabwehr durch die Polizei&nbsp;<br>Stabilisieren Sie das persönliche und familiäre Sicherheitsgefühl durch Normalität (gemeinsames Essen wie immer;&nbsp;konkrete Pläne für den Tag machen..)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weder katastrophisieren noch bagatellisieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig (siehe Punkt 1 – Fakten erklären), Kinder proaktiv über die Vorfälle sachlich aufzuklären und darauf zu achten dabei weder zu übertreiben&nbsp;noch so zu tun als wäre nichts passiert. Verstärken Sie die Ängste nicht, aber machen Sie die Aufregung auch nicht&nbsp;lächerlich – Kinder gehen meist sehr pragmatisch mit solchen Ereignissen um</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Schulbesuch oder nicht, ist eine elterliche Entscheidung und sollte nicht den Kindern überlassen werden. Treffen Sie mit den Kindern klare Vereinbarungen bezüglich Hinbringen oder –fahren bzw. Abholen, machen Sie&nbsp;Uhrzeiten aus&nbsp;und halten Sie die auch ein, planen Sie die Tagesstruktur</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachrichten (auch für die Erwachsenen!) gezielt auswählen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ratsam,&nbsp;dazwischen immer wieder bewusst Pause machen und die Medien ausschalten</p>



<h2 class="wp-block-heading">Möglichkeiten zum Austausch geben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem ersten Schock brauchen Kinder viele Möglichkeiten, das zu verarbeiten und zu besprechen: mit ihren Freund*innen und Mitschüler*innen, mit anderen Kindern oder mit den Großeltern&#8230;<br>Lassen Sie sie&nbsp;selbst bestimmen, ob und mit wem sie Kontakt haben möchten (ev. jüngeren Kindern ohne eigenem&nbsp;Handy anbieten, dass sie jemanden anrufen dürfen)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freiraum zum Verarbeiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tempo und die Art der Verarbeitung sind individuell sehr unterschiedlich, geben Sie ihren Kindern auch Zeit außerhalb der Beobachtung ihrer Eltern</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verständnis und Zuwendung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Kinder erschüttert sind, beschäftigen sie viele Fragen. Haben Sie dafür Verständnis und geben Sie ihnen Ihre Aufmerksamkeit und Nähe</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn nötig Hilfe holen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Fragen oder Ängste auftauchen, die innerhalb der Familie nicht gut beantwortet oder beruhigt werden können, lassen Sie sich beraten und wenn notwendig, auch den Kindern / Jugendlichen professionelle Hilfe zukommen&nbsp;<br><strong>Rat auf Draht&nbsp;Tel:&nbsp;147&nbsp;<a href="https://www.rataufdraht.at/">https://www.rataufdraht.at/</a><br>Kinderschutzzentren:&nbsp;<a href="https://www.oe-kinderschutzzentren.at/">https://www.oe-kinderschutzzentren.at</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/wie-man-kindern-amok-und-terror-erklaert/">Wie man Kindern Amok und Terror erklärt</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Adolescence: Zwischen Social Media, Einsamkeit und Gewalt</title>
		<link>https://die-moewe.at/adolescence/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[lagota]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2025 14:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.die-moewe.at/?p=3538</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was uns die Netflix-Serie „Adolescence“ mahnend vor Augen führt&#160; Die Netflix-Miniserie „Adolescence“ zeigt eine Jugendwelt, die vielen Erwachsenen fremd ist und beunruhigende Ohnmachtsgefühle auslöst – voller Social-Media-Codes, kommunikativer Unsicherheiten, Einsamkeit, digitaler Gewalt und frustrierender Suche nach Zugehörigkeit. Auch wenn die Geschichte dramatisch zugespitzt ist, hält sie Eltern, Pädagog*innen und Fachkräften einen Spiegel vor: Wie gut [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image is-resized my-5"><img loading="lazy" decoding="async" width="810" height="1200" src="https://www.die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/04/adolescence-titelbild.jpg" alt="Netflix Serie Adolescence Kinderschutz Gewalt" class="wp-image-3819" style="width:300px" srcset="https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/04/adolescence-titelbild.jpg 810w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/04/adolescence-titelbild-203x300.jpg 203w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/04/adolescence-titelbild-691x1024.jpg 691w, https://die-moewe.at/wp-content/uploads/2025/04/adolescence-titelbild-768x1138.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was uns die Netflix-Serie „Adolescence“ mahnend vor Augen führt&nbsp;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.netflix.com/at/title/81756069" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Netflix-Miniserie „Adolescence“</a> zeigt eine Jugendwelt, die vielen Erwachsenen fremd ist und beunruhigende Ohnmachtsgefühle auslöst – voller Social-Media-Codes, kommunikativer Unsicherheiten, Einsamkeit, digitaler Gewalt und frustrierender Suche nach Zugehörigkeit. Auch wenn die Geschichte dramatisch zugespitzt ist, hält sie Eltern, Pädagog*innen und Fachkräften einen Spiegel vor: Wie gut kennen wir die Welt unserer Jugendlichen wirklich?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Serie sichtbar macht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jugendlichen in „Adolescence“ leben in einer Mischwelt aus analogem und digitalem Leben. Vieles passiert online – über Instagram, TikTok, Snapchat. Dort werden Freundschaften geknüpft, Zugehörigkeit getestet, aber auch Gewalt angedeutet und Ausgrenzung sichtbar gemacht. Das hat reale Folgen, weil es die gelebten Beziehungen formt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hedwig Wölfl, fachliche Leiterin der möwe, bringt es so auf den Punkt:&nbsp;<strong><em>„Jugendliche leben in einer eigenen Kommunikationswelt, die sich schnell verändert und vielen Erwachsenen verborgen bleibt. Umso wichtiger ist es, im Gespräch zu bleiben – ehrlich interessiert, nicht kontrollierend.“</em></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Social Media-Nutzung nicht verteufeln – sondern verstehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Serie zeigt deutlich: Verbote helfen wenig. Kinder und Jugendliche brauchen stattdessen echtes Interesse, Gesprächsangebote und Vorbilder. Was sie online erleben, beeinflusst ihr Selbstbild, ihre Emotionen und ihr Verhalten im echten Leben. Wer sich ausgeschlossen oder beschämt fühlt, wird anfällig für Radikalisierung, Gruppenzwang oder Gewaltfantasien. Dies betrifft besonders Buben und junge Männer, die in den Einfluss der sogenannten&nbsp;<em>Manosphere&nbsp;</em>geraten, wo Frauenfeindlichkeit und gewalttätige Männlichkeitsbilder propagiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sozialforscherin Elli Scambor schreibt dazu im <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000264652/was-adolescence-ueber-die-manosphere-verschweigt?ref=article&amp;fbclid=IwY2xjawKuUyFleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBUbHhHNVJrdld4RnRQTDhlAR538KOo15TD4RJ1Xmr5RN70741Sd9hlGG51ukgBfXyXMdfpvSP_68zuxLeVTw_aem_JEcNdYfOWa3_NuiO4SHCcQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standard</a>:</p>



<pre class="wp-block-verse">„Es braucht digitale Gegenräume, in denen Männlichkeitsbilder sichtbar werden, die auf Fürsorge, Empathie und Zugewandtheit beruhen. Jungen müssen erleben, dass sie sich kümmern dürfen – um sich selbst und um andere. “</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Analyse fordert uns Erwachsene heraus: Wie leben wir selbst Empathie und Konfliktkultur vor?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Eltern &amp; Fachkräfte tun können</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ehrlich interessieren:</strong>&nbsp;Nicht nur nach Befindlichkeiten, Noten oder Ausgehzeiten fragen, sondern: Womit geht es dir gut/schlecht? Was beschäftigt dich online? Sich den Instagram-Account oder ein cooles TikTok zeigen und erklären lassen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbild sein</strong>: Wie sprechen wir selbst über andere? Wie gehen wir mit Wut, Stress, Frust oder Konflikten um? Kinder beobachten unser Verhalten genau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miteinander leben:</strong>&nbsp;Soziale Kompetenz und Zusammenhalt müssen vorgelebt und geübt werden. Das gelingt nur in einem toleranten und zugewandten Miteinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sich selbst weiterbilden:</strong>&nbsp;Wer Social Media verstehen will, muss nicht alles mögen oder unproblematisch finden – aber zuhören, nachfragen, dazulernen lässt uns besser verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht wegschauen: </strong>Wenn Jugendliche abgleiten, nicht mehr kommunizieren oder belastet wirken – frühzeitig <a href="https://www.die-moewe.at/hilfe-fuer-betroffene/">Unterstützung holen</a>! Beratungsstellen wie die möwe, Rat auf Draht oder Safer Internet helfen vertraulich weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Empathie fördern:</strong>&nbsp;Streit gehört zum Leben. Aber wie man wieder zueinander findet, kann gelernt und vorgelebt werden. Versöhnung und konstruktive Konfliktlösung können wir gemeinsam üben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gewaltschutz im digitalen Zeitalter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendliche brauchen Orientierung. Nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen, Gespräche und klare Haltung. Einsamkeit und Beschämung im echten wie im digitalen Raum fressen ein gelingendes Miteinander auf. Die Serie „Adolescence“ ist ein Weckruf – nicht zur Panik, sondern zur gemeinsamen Verantwortung: Kinderschutz beginnt dort, wo wir zuhören, hinschauen und mitlernen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://die-moewe.at/adolescence/">Adolescence: Zwischen Social Media, Einsamkeit und Gewalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://die-moewe.at">die möwe</a>.</p>
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