Was hat Entwicklungspsychologie mit Kinderschutz zu tun?
Kinder bringen Bedürfnisse und Ängste je nach Entwicklungsstand unterschiedlich zum Ausdruck. Manchmal ist es daher schwer Situationen richtig einzuschätzen. Was ist der Unterschied zwischen entwicklungsbedingten Herausforderungen und Warnsignalen, die auf Gewalt oder außergewöhnliche Belastung hindeuten? Dieses Seminar zeigt, wie ein entwicklungspsychologischer Blick hilft, kindliches Verhalten präziser zu verstehen und einordnen zu können. Dabei betrachten wir die klassischen entwicklungspsychologischen Bereiche – Motorik, Sensorik, Sprache, Emotion, Moral etc. – durch die Kinderschutzbrille. Wir gehen gemeinsam der Frage nach wie wir achtsam auf Warnsignale eingehen können ohne zu katastrophisieren. Und wie wir Kinder und Jugendliche im Kontakt vor Über- und Unterforderung schützen.
- Basics der Entwicklungspsychologie anhand von konkreten Beispielen
- Die Bedeutung der Entwicklungspsychologie für den Kinderschutz
- Emotionsregulation, Sprach- und Moralentwicklung fördern ohne zu überfordern
- Belastungsreaktionen erkennen und angemessen darauf eingehen
- Fehlannahmen zu kindlichem Lügen und Manipulation
- Sensible Phasen und der Zusammenhang mit Vernachlässigung
- Bindungsauffälligkeiten erkennen und bei der Emotionsregulation unterstützen
- Umgang mit Irritationen und Verdacht auf Gewalt
Methodik: Interaktive Gestaltung, Gruppenarbeiten, Plenum, Reflexionsarbeit, Übungen und Fallbeispiele