Ursachen, Folgen und Interventionen
Lisa ist 13 Jahre alt. Ihre Mama leidet an Depressionen. Lisa weckt sie morgens auf. Sie sorgt dafür, dass aus die Mama aus dem Bett in die Arbeit kommt.
Milo ist 8 Jahre alt, seine Eltern sind aus einem Kriegsgebiet geflüchtet. Er ist bei jedem Arzt-, Schul- und Behördentermin dabei. Er übersetzt und ist Sprachohr der Eltern.
Camillas Mama ist schwer krank. Die 10-jährige unterstützt ihren Papa bei der Pflege der Mutter und bei der Versorgung der zwei jüngeren Geschwister.
Wie geht es Kindern und Jugendlichen, die in jungen Jahren so viel Verantwortung übernehmen? Wie ist die fachliche Einordnung? Was ist Parentifizierung? Ab wann spricht man davon und was bedeutet das aus einer Kinderschutz-Perspektive? Was sind die Auswirkungen auf Betroffene?
Was sind Merkmale, Schutz- und Risikofaktoren? Wie können Fachkräfte Kinder- und Jugendliche unterstützen? Ab wann liegt eine Kindeswohlgefährdung vor? Oder_Und ist es nicht auch Positiv, dass Kinder und Jugendliche Fürsorglichkeit erlernen und Verantwortung übernehmen?
Viele Fragen, viel Verwirrung, viel Klärungsbedarf?
In diesem Seminar widmen wir uns diesem spannenden und noch wenig beleuchteten Thema anhand von Praxisbeispielen und Reflexionsimpulsen. Die Teilnehmer*innen erhalten zudem konkrete Inputs und Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit (betroffenen) Kindern- und Jugendlichen.
Methoden: Vortrag, Reflexionsübungen, Fallbeispiele anhand des Möwe-Sorgebarometers
Zielgruppe(n): Psychosoziale Fachkräfte