Yes, we care! Sorgearbeit im Sinne des Kinderschutzes gerecht verteilen – wie?

Aufstehen. Windel wechseln. Zähneputzen. Kind bekommt ersten Wutanfall. Frühstück machen. Kind in den Kindergarten bringen. Handschuhe finden. Zweiter Wutanfall. Trösten. Mental load. Mental Load. Mental load.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Der Alltag mit Kindern ist anstrengend und kann auch überfordernd sein. Vor allem dann, wenn Care-Arbeit in der Familie und in der Gesellschaft ungerecht verteilt ist. Überforderte und ausgebrannte Eltern, meist Mütter, sind die Folge.

Aber auch die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen leidet unter schlechten Care-Verhältnissen.

Familien darin zu unterstützen Care-Arbeit gerechter zu verteilen, bildet einen neuen Ansatz des Gewalt- und Kinderschutzes. Fachkräfte erhalten in diesem Seminar praktische Tipps und Methoden für Interventionsmöglichkeiten der Care-zentrierten Familienarbeit.

In diesem Sinne werden wir folgende Fragen behandeln:

Was hat eine gerechte Verteilung von Sorgearbeit mit Gewalt- und Kinderschutz zu tun? Wie können Fachkräfte Familien darin unterstützen Care-Arbeit im Alltag gerechter zu verteilen? Wie können Väter und Männer besser für Sorgearbeit sensibilisiert werden? Wie können Staat und Gesellschaft gute Rahmenbedingungen dafür schaffen?

All diese Fragen und das dafür notwendige theoretische Wissen werden interaktiv und anhand von vielen Praxisbeispielen behandelt.

Hinweis: Die meisten Übungen und Impulse des Seminars lassen sich auch auf Regenbogenfamilien und alternative Familienmodelle übertragen

Themen:

Im ersten Teil des Workshops werden wichtige Grundlagen zu Care-Arbeit und Gleichberechtigung vermittelt: Was ist Care-Arbeit? Was zeichnet „gute“ Care-Arbeit aus? Warum ist Sorgearbeit wichtig für die Gesellschaft? Und was hat das mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun?

Im zweiten Teil steht der Zusammenhang zwischen Care-Arbeit und Kinderschutz im Fokus: Was hat eine gerechte Verteilung von Sorgearbeit mit Gewalt- und Kinderschutz zu tun? Dazu werden aktuelle Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse diskutiert.

Im dritten Teil des Seminars werden schließlich neue Methoden und Ansätze der Care-zentrierten Familienarbeit vorgestellt. Dabei stehen Tipps und Anregungen zur Unterstützung der psychosozialen Praxis im Fokus.

Dieser Workshop soll die Wichtigkeit und Vorteile einer feministischen Care-Perspektive auf das Thema Kinderschutz aufzeigen. Dabei werden Fachkräfte mit Tipps und Anregungen dazu befähigt Kinder und ihre Bezugspersonen für Care-Arbeit zu sensibilisieren und sie darin zu unterstützen Sorgearbeit zufriedenstellender/gerechter zu verteilen.

Methode: interaktiver Vortrag, Übungen, Gruppen- und Einzelreflexion

Zielgruppe: psychosoziale Fachkräfte

Anmeldung Fachkräfte

Anmeldung zur Veranstaltung

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Rechnungsadresse

Zielgruppe

Fachkräfte

Termin

19.05.2026
09.00–16.00 Uhr

Ort

die möwe Akademie
Gonzagaggasse 11/19
1010 Wien

Kosten

130 EUR

Referent:in

DSPin Malika Guellil MA
Politikwissenschaftlerin, Sozialpädagogin, Buchautorin, Projekt- und Innovationsmanagerin

Mehr Informationen

die möwe Akademie
T +43 (0) 660 618 58 36
E akademie@die-moewe.at
Erreichbarkeit: Mo.–Do., 8.00–13.00 Uhr

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